Drei Kommunen planen gemeinsam an B236

Parlamente von Burgwald und Battenberg für Gewerbegebiet bei Münchhausen

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Die Bürgermeister Peter Funk (Münchhausen), Christian Klein (Battenberg) und Lothar Koch (Burgwald, von links) am Standort des geplanten interkommunalen Gewerbegebietes.

Battenberg/Burgwald/Münchhausen. Die Parlamente von Battenberg, Burgwald und Münchhausen haben zwar nicht gemeinsam getagt, die Gemeindevertreter und Stadtverordneten sind sich aber einig: An der Bundesstraße 236 bei Münchhausen soll ein gemeinsames Gewerbegebiet der drei Kommunen entstehen.

Jeweils einstimmig haben die Parlamente der Gründung eines Zweckverbandes zugestimmt. In der Gemeindevertretung in Burgwald wurde der Zweckverband einstimmig abgesegnet. Bürgermeister Lothar Koch bezeichnete die interkommunale Zusammenarbeit als Chance und wies nochmal auf die verkehrsgünstige Lage an zwei Bundesstraßen hin. An der 17 Hektar großen Fläche soll ab 2023 auch die Münchhäuser Ortsumgehung der B 252 vorbeiführen.

In Battenberg warb Bürgermeister Christian Klein vor den Stadtverordneten nochmals für das gemeinsame Gewerbegebiet, obwohl in Battenberg vor einigen Monaten noch über ein eigenes Gewerbegebiet an der B 236 zwischen Battenberg und Berghofen gesprochen worden war.

Die Topografie bei Münchhausen sei einfacher als in Battenberg, sagte Klein, auch die Planung sei gemeinsam leichter. „So können wir uns bei den Planungsbehörden besser Gehör verschaffen.“ In den Gesprächen mit den Regierungspräsidien in Gießen und Kassel am 13. Dezember „sah das gar nicht so schlecht aus“.

Für Interessenten sei das Gebiet an der neuen B 252-Umgehung „deutlich interessanter“, sagte Klein. Sein Münchhäuser Kollege Peter Funk berichtete, dass sich die drei Kommunen dort folgende Ansiedlungen vorstellen könnten: eine Tankstelle, ein Logistik- und Transportunternehmen, eine Baufirma und eine Maschinenbaufirma. Einzelhandel sei dort nicht erlaubt, sagte Funk. Und der Ortsbeirat Wollmar habe unter der Voraussetzung zugestimmt, dass der Schwerlastverkehr in das Gewerbegebiet aus Wollmar herausgehalten werde.

Das Abweichungsverfahren vom regionalen Raumordnungsplan sei in Vorbereitung, so Klein. Die Landwirte seien für die benötigten Flächen verkaufsbereit. Klein: „Die Weichen sind gestellt. Wenn wir das zu dritt nicht hinkriegen, dann fange ich an, für unsere Region schwarz zu sehen.“

75 000 Euro in Aussicht

Der nun gefasste Grundsatzbeschluss, den Zweckverband gründen zu wollen, ist Voraussetzung, um Fördermittel beantragen zu können, die vom Innenministerium in Aussicht gestellt wurden. Es geht dabei zunächst um 75 000 Euro Planungskosten. Dafür stellt zunächst jede der drei Kommunen 25 000 Euro in ihren Haushalt 2019 ein. Auch die Einnahmen aus dem Gewerbegebiet sollen später zu je einem Drittel an die drei Partner gehen. Zum 1. Juli 2019 soll der Zweckverband gegründet werden.

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