Studenten den Weg in Hausarzt-Praxis ebnen

Glückwunsch: Prof. Reinhold Klein (rechts) begrüßt den Ernsthäuser Allgemeinmediziner Dr. Rainer Kittel (links) als 500. Mitglied in der Famulaturbörse. Hinten von links: Melanie Schneider, Marina Hoffmann und Michaela Kittel vom Praxisteam. Foto: Biedenbach

Ernsthausen. Die Ernsthäuser Allgemeinarzt-Praxis Dr. Kittel ist als 500. Mitglied einer Praktikums-Börse für Medinzinstudenten geehrt worden.

Es ist ein Beitrag, um Studenten für die Allgemeinmedizin zu interessieren, ihnen den Weg in die Praxis zu erleichtern und dem Hausarztmangel entgegenzuwirken: Die Deutsche Gesellschaft für Allgemeinmedizin und Familienmedizin (DEGAM) betreibt eine Famulaturbörse, mit der sie Medizinstudenten für ein vierwöchiges Praktikum - Famulatur genannt - an Praxen vermittelt.

Jetzt bietet auch der Ernsthäuser Allgemeinmediziner Dr. Rainer Kittel Famulaturmöglichkeit in der Börse an.

Zufällig ist die es die 500. Praxis, die auf dieser bundesweiten Börse aufgelistet ist. Deshalb erhielt der Ernsthäuser Arzt Besuch aus München: Prof. Reinhold Klein, Leiter der DEGAM-Arbeitsgruppe Famulatur, überreichte Kittel für das Mitmachen ein Geschenk. Er freue sich, dass die 500. Praxis eine „typische Landarzt-Praxis“ sei, wie er sagte. Um in die Börse aufgenommen zu werden, sei es zudem wichtig, dass die Ärzte auch Hausbesuche machen.

Medizinstudenten müssen eine vierwöchige Famulatur bei einem Allgemeinmediziner, Kinder- oder Hausarzt machen. Da Studenten an den Universitäten fast ausschließlich mit Klinikpatienten zu tun hätten, sie dies wichtig, sie in diesen Berufszweig einzuführen, sagte Klein.

Die Allgemeinmediziner haben seinen Schilderungen nach angesichts der alternden Bevölkerung und der kurzen Verweildauern in den Kliniken eine wichtige Funktion in der Gesundheitsversorgung. Sie seien erste Ansprechpartner bei allen Gesundheitsproblemen.

Um diese Aufgaben erfüllen zu können, sei die Nachwuchsförderung enorm wichtig. Denn nur jeder zweite Hausarzt, der aus Altersgründen seine Praxis aufgebe, haben auch einen Nachfolger.

An den Ruhestand denkt der 63-jährige Ernsthäuser Arzt noch nicht. Er hatte kürzlich einen Studenten aus Marburg in seiner Praxis. Die Betreuung des Famulanten habe ihm Freude bereite, schildert Kittel. Er sei der Vermittlungs-Börse beigetreten, um künftig weitere passende Medizinstudenten vermittelt zu bekommen.

Wie die Famulaturbörse funktioniert und welche Praxen aus dem Landkreis noch dabei sind, das lesen Sie in der gedruckten Donnerstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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