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Burgwalder Grenzgang vereinte drei Tage lang viele hundert Menschen

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Von: Karl-Hermann Völker

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Fröhliche Wanderer: Drei Tage lang begleitete diese Delegation aus der ungarischen Partnergemeinde Perbál mit Bürgermeister Lásló Varga (links) ihre Burgwalder Freunde beim Grenzgang über Berg und Tal, hier an der Ederstede bei Birkenbringhausen. Sie luden bereits zu einem Gegenbesuch in Ungarn im Mai 2023 ein.
Fröhliche Wanderer: Drei Tage lang begleitete diese Delegation aus der ungarischen Partnergemeinde Perbál mit Bürgermeister László Varga (links) ihre Burgwalder Freunde beim Grenzgang über Berg und Tal, hier an der Ederstede bei Birkenbringhausen. Sie luden bereits zu einem Gegenbesuch in Ungarn im Mai 2023 ein. © Karl-Hermann Völker

Drei Tage gemeinsam über Stock und Stein wandern, miteinander reden, abends zusammensitzen, Musik hören und feiern – täglich waren übers Wochenende jeweils mehr als 250 Menschen beim 7. Grenzgang der Gemeinde Burgwald unterwegs.

Burgwald – Karl-Friedrich Frese, Erster Beigeordneter des Landkreises Waldeck-Frankenberg, sah, als der Grenzzug am Samstag in Wiesenfeld zur zweiten Etappe startete, in diesem positiven Echo bei der Bevölkerung „ein Zeichen der Zusammengehörigkeit und der großen Wertschätzung für Heimat“.

Mit einem ökumenischen Wald-Gottesdienst unweit der Theerhütte und einem gemütlichen Beisammensein im Dorfgemeinschaftshaus von Bottendorf ging das dreitägige Grenzgangs-Fest am Sonntagabend zu Ende.

Neue Hütte eingeweiht: Gemeinsam lifteten (von links) Bürgermeister Lothar Koch, Birkenbringhausens Ortsvorsteher Mario Tschirner sowie die Helfer Erich Naumann, Heinrich Hoffmann und Franz Paxian von der Wandergruppe „Gut zu Fuß“ das rotweiße Absperrband an der fertiggestellten Wanderhütte am Geotop „Klingelstede“.
Neue Hütte eingeweiht: Gemeinsam lifteten (von links) Bürgermeister Lothar Koch, Birkenbringhausens Ortsvorsteher Mario Tschirner sowie die Helfer Erich Naumann, Heinrich Hoffmann und Franz Paxian von der Wandergruppe „Gut zu Fuß“ das rotweiße Absperrband an der fertiggestellten Wanderhütte am Geotop „Klingelstede“. © Karl-Hermann Völker

Mit dabei an allen Tagen war auch eine 35-köpfige Delegation aus der ungarischen Partnerschaftsgemeinde Perbál mit Bürgermeister László Varga, die mit den Gastgebern das 25-jährige Verschwisterungsjubiläum fröhlich feierte.

Es waren weniger, wie bei anderen Brauchtums-Grenzgängen, die ursprünglich einmal bedeutsamen Grenzsteine, denen allein das Interesse der vielen hundert Wanderer galt. „Liebe zur Heimat“ – das drückte sich immer wieder aus, wenn der Grenzzug an historisch oder kommunal interessanten Punkten stoppte und von Fachleuten Informationen gegeben wurden: etwa am bisher völlig unbeachteten „Fünf-Länder-Eck“ bei Willersdorf, wo fünf Gemarkungen zusammenstoßen (HNA berichtete), oder markanten Punkten zur Forstwirtschaft, wenn Einrichtungen wie der täglich bis zu 1000 Kubikmeter Trinkwasser liefernde Tiefenbrunnen Wiesenfeld oder der neue Kinderkarten Ernsthausen zu besichtigen waren.

Aufbruch in Wiesenfeld: An der Johanniterkirche traf sich zur 2. Etappe des Burgwalder Grenzgangs eine große Zahl von Wanderern zum Frühstück, bevor sie in Richtung Burgwald und Birkenbringhausen losmarschierten. Die Grenzgangsfahne wurde von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr Burgwald vorangetragen.
Aufbruch in Wiesenfeld: An der Johanniterkirche traf sich zur 2. Etappe des Burgwalder Grenzgangs eine große Zahl von Wanderern zum Frühstück, bevor sie in Richtung Burgwald und Birkenbringhausen losmarschierten. Die Grenzgangsfahne wurde von Mitgliedern der Jugendfeuerwehr Burgwald vorangetragen. © Karl-Hermann Völker

Auf allen Etappen wanderten Delegationen aus den Nachbargemeinden der Bunstruth, des Burgwaldes und Oberen Edertales mit, erläuterten ihre Grenzen, überreichten kleine Geschenke oder Symbole, darunter auch zwei Flaschen hochprozentiges „Fusionsgold“ von Bürgermeister Ottmar Vöpel, dessen Gemeinde Bromskirchen sich zum 1. Januar 2023 mit Allendorf/Eder zusammenschließen wird.

An der „Klingelstede“ zwischen Birkenbringhausen und der Hatzbachsmühle eröffneten Bürgermeister Lothar Koch und Ortsvorsteher Mario Tschirner die eine dritte neue Schutzhütte, die den Burgwaldpfad im Gemeindebereich weiter aufwerten soll.

Koch dankte der Region Burgwald-Ederbergland für die Fördermittel, den Männern der Wandergruppe „Gut zu Fuß“ für ihre handwerkliche Unterstützung. Bernhard Bock (Burgwald) erläuterte die erdgeschichtlichen Besonderheiten des Geotops Ederstede aus der Zechsteinzeit vor 255 Millionen Jahren.

„Ich bin froh darüber, wie gut unser Grenzgang bei den Menschen in und um Burgwald ankommt“, freute sich Bürgermeister Koch am Ende. „Es ermutigt uns, Grenzgänge auch in Zukunft fortzusetzen.“

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