„Pro Mater Sano“ ist bundesweit tätig

Verein aus Gemeinde Burgwald unterstützt krebskranke Mütter mit kleinen Kindern

Vereins-Initiatorin: Charlotte Arnold aus Birkenbringhausen, hier mit ihrer kleinen Tochter, weiß aus eigener Erfahrung, was krebskranke Mütter von Babys und Kleinkindern brauchen.
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Vereins-Initiatorin: Charlotte Arnold aus Birkenbringhausen, hier mit ihrer kleinen Tochter, weiß aus eigener Erfahrung, was krebskranke Mütter von Babys und Kleinkindern brauchen.

Wenn Mütter kleiner Kinder Krebs bekommen, dann reichen die vorgesehenen öffentlichen Hilfen oft nicht aus. Der Verein Pro Mater Sano, der in Burgwald-Birkenbringhausen gegründet wurde, unterstützt sie finanziell.

Birkenbringhausen – Der Verein „Pro Mater Sano“ (Für die gesunde Mutter), der vor eineinhalb Jahr in Birkenbringhausen gegründet wurde, bietet krebskranken Müttern von Babys und Kleinkindern individuelle Hilfen an. Kürzlich erhielt eine junge Frau aus Kassel zum Beispiel einen Geldbetrag, damit sie die von der Krankenkasse geforderte Zuzahlung zu den Medikamenten für die Chemotherapie und für eine Perücke leisten konnte.

„Unser Verein gibt Zuschüsse für Dinge, die von der Krankenkasse oder anderen Kostenträgern nicht oder nur teilweise übernommen werden“, erläutert Vorstandsmitglied Carina Binder. „Das kann eine Haushaltshilfe oder ein Babysitter sein, eine Massage oder Maßnahmen aus dem komplementärmedizinischen Bereich, ein therapeutisches Gerät oder ein Sport- beziehungsweise Yoga-Kurs. Auch Zuzahlungen zur Therapie, die sich eine junge Mutter manchmal kaum oder gar nicht leisten kann, werden im Bedarfsfall übernommen.“

23 Mitglieder hat der Verein mittlerweile. Seine Gründung geht auf die Erfahrung der Birkenbringhäuserin Charlotte Arnold zurück. Sie hatte in der zehnten Schwangerschaftswoche erfahren, dass sie Brustkrebs hatte. Trotz Operation und Chemotherapie brachte sie im Dezember 2017 eine gesunde Tochter zur Welt.

Für die junge Mutter ging nach der Entbindung die Behandlung mit Chemotherapie und Bestrahlung weiter. „Ich war eigentlich todkrank, hatte aber ein Baby zu versorgen“, schildert sie ihre damalige Situation. Auch wenn Familie und Freunde halfen, konnte sie die Versorgung des Säuglings manchmal kaum schaffen. Eine Haushaltshilfe wurde aber nur für drei Wochen gewährt.

Genau für solche Notsituationen und Versorgungslücken bietet Pro Mater Sano Hilfe an – und hat laut Vorstandsmitglied Carina Binder auch schon etlichen Müttern geholfen.

Der als gemeinnützig anerkannte Verein hat seinen Sitz in Frankfurt, weil er nicht nur in der Region, sondern in ganz Deutschland krebskranken Müttern hilft und weil Charlotte Arnold dort ihren Hauptwohnsitz hat.

Der Verein finanziert sich über Mitgliedsbeiträge und Spenden. In der Adventszeit verkauften Mitglieder einen selbstgestalteten Fotokalender mit Impressionen aus dem Burgwald. „Wir freuen uns über jede Spende“, sagt Carina Binder. Bei dem Vereinsnamen handele es sich übrigens um einen eigens kreierter Eigennamen, der keinen Anspruch auf grammatikalische Korrektheit erhebe, betont sie.  Martina Biedenbach

pro-mater-sano.de

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