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Wie Unternehmer Kinkel das Ernsthäuser Betonwerk nutzen will

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Von: Martina Biedenbach

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Transportunternehmer Matthias Kinkel (links) mit Sohn Luca und Mitarbeiter Heinrich Herbst (auf dem Bagger) in der Halle des von ihm erworbenen ehemaligen Betonwerks Ernsthausen.
Transportunternehmer Matthias Kinkel (links) mit Sohn Luca und Mitarbeiter Heinrich Herbst (auf dem Bagger) in der Halle des von ihm erworbenen ehemaligen Betonwerks Ernsthausen. © Martina Biedenbach

Der Allendorfer Transportunternehmer Matthias Kinkel hat das ehemalige Betonwerk in Burgwald-Ernsthausen gekauft und umfangreiche Sanierungs- und Umbauarbeiten vor.

Ernsthausen/Allendorf – Die Umbauarbeiten sind schon im Gange. Der Allendorfer Unternehmer Matthias Kinkel hat, wie berichtet, am 1. August das ehemalige Betonwerk Ernsthausen gekauft und ist nun dabei, das 6000 Quadratmeter große Außengelände freizuräumen und die 4500 Quadratmeter große Produktionshalle zu entkernen. Komplett saniert werden soll auch das Verwaltungsgebäude.

Am Mittwoch schilderte der 57-Jährige, der in Allendorf/Eder ein Transportunternehmen mit zwölf Mitarbeitern – er transportiert jegliches Schütt- und Stückgut – und ein Tiefbauunternehmen mit vier Mitarbeitern betreibt, der HNA seine Pläne für die große Immobilie. Als Vorbesitzer Jochen Pfeiffer den Komplex an der Bundesstraße 252 am Ortsausgang in Richtung Marburg 2020 zum Kauf anbot, war Kinkel sofort interessiert: „Die Verkehrsanbindung ist top. Es sind nur wenige 100 Meter bis zum Anschluss an die fast fertige B-252-Umgehung in Richtung Marburg.“

Der Unternehmer hat drei Pläne für den Gebäudekomplex. Das Verwaltungsgebäude mit 500 Quadratmetern will er komplett umbauen und dort Räume an Dienstleister vermieten. „Eine Psychotherapie-Praxis will bereits einziehen. Weitere Interessenten sind willkommen und können bei den Umbauplänen noch Wünsche anmelden“, sagt Kinkel.

Die ehemalige Produktionshalle will er als Lager- und Logistikhalle für sein Transportunternehmen nutzen. Die Betonmischanlage wird abgebaut. Ein Käufer sei gefunden. In der Gemeinde Allendorf hat Kinkel bereits drei solcher Hallen. Ernsthausen wird eine Filiale.

Auf dem Außengelände plant er ein Natursteinlager mit Sand und Splitt und sonstigen Schüttgütern für private und gewerbliche Kunden. Außerdem soll dort eine Mischanlage für Fertigbeton entstehen. „Wir holen derzeit Fertigbeton für Kunden in Gladenbach“, erläutert Kinkel den Bedarf.

Er betont, dass sowohl die Außenanlage als auch die Außenfassade neu gestaltet und optisch aufgewertet werden. Das ist auch ein Anliegen von Burgwalds Bürgermeister Lothar Koch, der Kinkels Kaufabsichten unterstützte. Wie berichtet, verzögerte sich der Kauf um zweieinhalb Jahre, weil der Circus Barelli coronabedingt dort festsaß.

2020 hatte Kinkel sich bereits Angebote für Arbeiten bei Handwerksfirmen eingeholt. Die Preise sind inzwischen erheblich in die Höhe gegangen. Immerhin könne er mit seinen eigenen Maschinen und Mitarbeiten etliche Arbeiten selbst erledigen, sagt er. Und er habe feste Partner im Handwerk, die die Arbeiten zeitnah erledigen würden. Acht Monate Wartezeit für die Luft-Wärme-Pumpe, die das Verwaltungsgebäude heizen soll, müsse er allerdings hinnehmen.

Kinkel ist optimistisch, dass 2024 der komplette Umbau abgeschlossen sein wird.

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