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Wiesenfeld lädt wieder zum Kräutermarkt ein

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Von: Karl-Hermann Völker

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Sie freuen sich auf den Kräutermarkt: Auch für Kinder gibt es am 21. August ein Mitmachangebot, wenn sich rund um den Wiesenfelder Kräutergarten alles um Pflanzen, Handwerk, Kunst, Speisen und Musik dreht. Das Gärtchen an der Johanniterkirche wird vom Heimatverein Wiesenfeld gepflegt.
Sie freuen sich auf den Kräutermarkt: Auch für Kinder gibt es am 21. August ein Mitmachangebot, wenn sich rund um den Wiesenfelder Kräutergarten alles um Pflanzen, Handwerk, Kunst, Speisen und Musik dreht. Das Gärtchen an der Johanniterkirche wird vom Heimatverein Wiesenfeld gepflegt. © Karl-Hermann Völker

Zwei Gründe zu feiern gibt es für den kleinsten Ortsteil der Gemeinde Burgwald am kommenden Wochenende: Die örtlichen Vereine laden nach langer Corona-Pause erstmals wieder zum „11. Wiesenfelder Kräutermarkt“ am kommenden Sonntag, 21. August, rund um den Kräutergarten an der Johanniterkirche ein.

Wiesenfeld – Bereits am Abend zuvor erinnert die ehemalige Hugenottenkolonie mit einer Wanderung zum „Alten Dorf“ im Tal zwischen Wiesenfeld und Ernsthausen an die Ansiedlung der protestantischen Glaubensflüchtlinge vor 300 Jahren.

Aus den Totenhöfen an hessischen Dorfkirchen wieder „Gärten des Lebens“ zu machen, war die Idee des Marburger Arbeitskreises für Dörfliche Kultur. Als einer der ersten Orte der Region griff Wiesenfeld, wegen seiner sozialen und kulturellen Aktivitäten 1993 als „Bundesgolddorf“ ausgezeichnet, diese Anregung auf und legte auf dem ehemaligen Klostergelände („Wärzegoarde“) einen mit Buchsbaum umsäumten Garten mit rund 80 Heil- und Küchenkräutern an. Bis ins 20. Jahrhundert hatte die kleine Kolonie das Recht auf zwei jährliche Märkte – auch diese Tradition wurde 1991 erstmals mit dem „Wiesenfelder Kräutermarkt“ wieder lebendig. Verbunden sind damit immer auch ein Gottesdienst und ein Konzertprogramm in der Klosterkirche.

Und das erwartet die Besucher beim 11. Kräutermarkt am 21. August: Nach einem Gottesdienst ab 10 Uhr in der Johanniterkirche wird um 11 Uhr der Markt mit Gästen feierlich eröffnet. Es gibt bei mehr als 40 Marktanbietern seltene Stauden und Heilpflanzen, Kräuterduft, Ausstellungen, viele schöne Dinge für Haus und Garten, kulinarische Köstlichkeiten, Kuchen, Hollersekt, dazu auch ein buntes Kulturprogramm.

Im Vorraum der Kirche zeigt Sylvia Heil (Wiesenfeld) eine Ausstellung über die Brennnessel als Heilpflanze des Jahres mit vielen praktischen Hinweisen.

Über die Geschichte der Hugenotten und Waldenser in Nordhessen informiert eine Tafelausstellung von Gerhard Badouin (Gemünden). Um 14 und 16 Uhr gibt es Dorfrundgänge „auf den Spuren der Hugenotten“ durch das Dorf mit Blick auf Höfe, altes Schulhaus und eine Begegnung mit der ältesten nordhessischen Hugenottenbibel der Familie Beck. Im Kirchgarten erzählt der Künstler Philipp Leyer (Münchhausen) Märchen für Groß und Klein. Von 14 Uhr bis 16 Uhr erwartet Kinder am Spielplatz ein besonderes Mitmachangebot.

Erlesene Chor- und Instrumentalmusik erklingt für die Marktbesucher jeweils zur vollen Stunde: Zum Auftakt spielt um 12 Uhr der evangelische Posaunenchor Ernsthausen mit Marco Werchner.

Um 13 Uhr tritt der Wiesenfelder Chor „Mixed Up“, geleitet von Frank Leyhe, auf. Wieder zu Gast ist auch aus Bad Emstal das experimentelle Männerensemble „Man(n) singt“ mit Andreas Kowalczyk ab 14 Uhr.

Jazz, Soul, Gospel und Pop bietet ab 15 Uhr die Battenbergerin Joanne Westhauser. Um 16 Uhr lädt Sylvia Heil zu einem Vortrag über die Brennnessel als Heil- und Küchenpflanze ein.

Ab 17 Uhr spielt das Bläsersextett der evangelischen Allianz Frankenberg, das auch ab 17.45 Uhr bei einer Serenade mit Gebet und Abendsegen den Markttag ausklingen lässt.

Mit der Bahn, dem Rad oder zu Fuß anreisen

Zum 11. Wiesenfelder Kräutermarkt am Sonntag, 21. August, wird von 11 bis 18 Uhr im Kirchgarten rund um die Johanniterkirche ein umfangreiches Aussteller- und Kulturprogramm angeboten. Der Eintrittspreis beträgt zwei Euro, Kinder bis 14 Jahren sind frei. Es wird gebeten, möglichst mit der Burgwaldbahn, zu Fuß oder mit dem Fahrrad anzureisen. Parkplätze werden am Rand des Dorfes oberhalb der Bahnunterführung in Richtung Birkenbringhausen ausgewiesen. 

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