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Corona: Angespannte Lage in Kliniken in Waldeck-Frankenberg

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Von: Julia Janzen

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Die steigenden Corona-Fallzahlen machen sich zunehmend auch wieder in den Krankenhäusern bemerkbar.
Die steigenden Corona-Fallzahlen machen sich zunehmend auch wieder in den Krankenhäusern bemerkbar. © Jan Woitas/dpa-Bildfunk

Die Krankenhäuser in Waldeck-Frankenberg blicken Monaten mit weiter steigenden Corona-Infektionen entgegen. Am Freitag berichtete der Landkreis von 64 stationären Corona-Patienten – so viele waren es seit Februar 2021 nicht mehr. Und die Kliniken rechnen in den kommenden Wochen mit noch mehr.

Waldeck-Frankenberg – Auch wenn die Zahl wieder steigt: „Wir erwarten anteilig weniger schwerkranke Patienten. Der Großteil der Corona-Patienten wird höchstwahrscheinlich auf den Normalstationen liegen“, sind sich die Verantwortlichen von Kreiskrankenhaus Frankenberg, Stadtkrankenhaus Korbach, Bad Arolser Krankenhaus und Asklepios-Kliniken Bad Wildungen einig.

Angespannt ist in den Krankenhäusern die Personalsituation. „Durch Quarantänemaßnahmen und Corona-Infektionen ist die Ausfallquote im Vorjahresvergleich fast doppelt so hoch“, sagt Sassan Pur, Geschäftsführer im Stadtkrankenhaus Korbach. Dass der Betrieb bis jetzt in allen Bereichen aufrechterhalten werden konnte, sei vor allem auf den „extrem engagierten Einsatz aller Mitarbeiter zurückzuführen“.

Dass es durch Corona auch mal Personalausfälle gebe, sei „mit entsprechenden Problemen verbunden“, heißt es bei den Kliniken. Auch Mehrarbeit „gehört dann leider zum Arbeitsalltag, muss allerdings im Sinne aller Patienten und der Belegschaft abgefangen und geregelt werden“. Die Personalfluktuation habe sich seit Beginn der Pandemie nicht erhöht.

„Wir sind natürlich immer auf der Suche nach qualifiziertem Fachpersonal. So wie fast alle Kliniken bundesweit, sind auch wir vom aktuellen Pflegenotstand und Fachkräftemangel betroffen. Ein Zusammenhang mit Corona kann allerdings nur schwer nachvollzogen und nicht mit konkreten Zahlen belegt werden“, so Katrin Kern, Geschäftsführerin der Asklepios-Kliniken in Bad Wildungen. Silvia Vesper, Pflegedienstleiterin am Kreiskrankenhaus Frankenberg, sagt: „Die zusätzlichen Arbeitsbelastungen trafen wirklich alle Berufsgruppen.“

Den Fachkräftemangel im Gesundheitsbereich habe es generell auch schon vor der Pandemie gegeben. Er sei eine „nationale Herausforderung, der wir uns alle gemeinsam stellen müssen“, betonen die Verantwortlichen. Natürlich gebe es „strukturelle Probleme, die gelöst werden müssen“, sagt Sassan Pur. Dabei sei man auch auf „ein positives Mitwirken der Politik angewiesen“.

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