Betretungsverbot

Corona-Ausgangssperre in Waldeck-Frankenberg aufgehoben - Skigebiet nach Riesenansturm dicht

So sah es bislang auch in Waldeck-Frankenberg aus: Auf diesem Symbolbild kontrollierten die beiden Polizeibeamten Kira Wegner (links) und Heiko Hummel die Einhaltung der nächtlichen Ausgangssperre in Bad Hersfeld.
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So sah es bislang auch in Waldeck-Frankenberg aus: Auf diesem Symbolbild kontrollierten die beiden Polizeibeamten Kira Wegner (links) und Heiko Hummel die Einhaltung der nächtlichen Ausgangssperre in Bad Hersfeld.

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg hebt die Ausgangssperre auf, untersagt aber vorübergehend das Betreten der Skipisten, Rodelhänge und Parkplätze in Willingen.

Waldeck-Frankenberg – Die Ausgangssperre, die seit dem 21. Dezember 2020 in Waldeck-Frankenberg galt und am Montag (04.01.2021) ausgelaufen ist, wird vorerst nicht verlängert. Grund dafür ist, dass – obwohl das Infektionsgeschehen im Landkreis weiterhin hoch ist – es sich jedoch in den vergangenen Tagen auf einem konstanten Level mit einem durchschnittlichen Inzidenzwert von knapp unter 200 vorerst stabilisiert hat.

Der Landkreis sieht sich jedoch gezwungen, per Allgemeinverfügung an anderer Stelle tätig zu werden – und untersagt zunächst im Zeitraum vom 8. bis 10. Januar das Betreten der Ski- und Rodelhänge sowie der zugehörigen Parkplätze in der Gemeinde Willingen.

Besucher erhöhen Corona-Risiko: Dreitägiges Betretungsverbot in den Willinger Skigebieten

Das Winterwetter hat in den vergangenen Tagen trotz Corona zahlreiche Besucherinnen und Besucher in die Wintersportregion gelockt. Am Wochenende war die Situation im Upland wegen des Ansturms kaum mehr beherrschbar. Aus Gründen des Infektionsschutzes hat sich der Landkreis für die zunächst dreitägige Einschränkung entschieden. Davon sind folgende Hänge betroffen:

  • die Willinger Hänge Sonnenlift, Ritzhagen, K1, Ettelsberg, Wilddieb und Dorfwiese,
  • die Usselener Hänge Kahler Pön, Bühler Höhe, Emmet
  • der Skilift Iberg in Schwalefeld.

„Nachdem bereits in Winterberg am Wochenende Pisten und Parkplätze geschlossen wurden, war der Ansturm auf Willingen kaum noch zu bremsen“, berichtet der Bürgermeister der Gemeinde Willingen Thomas Trachte. Die Polizei musste daher am Sonntag sogar die Zufahrten aus Richtung Brilon, Korbach und Diemelsee komplett für den Verkehr sperren.

Viele Regelverstöße in den letzten Tagen: Corona-Abstände kaum zu kontrollieren

„Mindestabstände sind bei der Masse an Tagestouristen weder einhaltbar, noch kontrollierbar gewesen – sogar im Freien. Auch die Maskenpflicht wurde vielfach missachtet“, berichtet der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent des Landkreises Karl-Friedrich Frese weiter.

„Das Infektionsrisiko ist unter solchen Bedingungen enorm hoch.“ Man habe daher keine andere Möglichkeit gesehen, zum Schutz der Menschen im Landkreis und auch dem der Gäste nach Beratung mit der Gemeinde Willingen und der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg die Besucherströme nun zeitweise durch Einschränkungen zu verringern.

Polizei und Willinger Ordnungsamt kontrollieren Corona-Betretungsverbot

Das Verbot gilt ab Freitag, 8. Januar bis inklusive Sonntag 10. Januar. Vielerorts enden dann die Winterferien, wovon man sich eine Entspannung der Lage in Willingen erhofft. Sollte es notwendig sein, wird gegebenenfalls darüber hinaus über weitere Maßnahmen beraten.

Der Landkreis appelliert an alle Menschen, die Regeln einzuhalten, die durch die Ordnungsbehörden der Gemeinde Willingen gemeinsam mit der Polizei in den kommenden Tagen umfassend kontrolliert werden. Verstöße werden mit Bußgeldern von bis zu 200 Euro belegt.

„Waldeck-Frankenberg ist Tourismusregion Nummer eins in Hessen und grundsätzlich heißen wir jeden Gast von Herzen willkommen.“, sagt Landrat Dr. Reinhard Kubat. Der Wunsch, bei schönem Wetter Zeit mit den Liebsten bei Wintersport-Aktivitäten zu verbringen, sei mehr als nachvollziehbar. „Wir befinden uns aber inmitten der anhaltenden Pandemie. In der jetzigen Situation müssen wir daher schweren Herzens alle Gäste bitten, nicht herzukommen und Zuhause zu bleiben.“ (red)

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