Infotag am 28. August in Korbach

Corona-Impfung ab 12: Landkreis Waldeck-Frankenberg berät Eltern

Ein Jugendlicher wird gegen das Coronavirus geimpft.
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Die Stiko ändert ihre Empfehlung zur Corona-Impfung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) empfiehlt Corona-Impfungen nun auch für Kinder und Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg bietet einen Infotag an, um Eltern bei der Entscheidung für oder gegen die Impfung ihrer Kinder zu unterstützen.

Waldeck-Frankenberg – Nach Auswertung neuer Daten gab das Beratergremium der Stiko am Montag, 16. August 2021, in Berlin bekannt, dass es seine Einschätzung dazu überarbeitet habe und auch bei dieser Altersgruppe inzwischen mehr Vorteile als Risiken sehe. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) begrüßte die Aktualisierung der Stiko als „gute Nachricht“. „Eltern und Jugendliche haben damit eine klare Empfehlung, sich für die Impfung zu entscheiden. Die Fakten sprechen für die Impfung“, sagte Spahn. Es gebe genug Impfstoff. Wenn gewünscht, könne eine Impfung „diese Woche noch“ erfolgen.

Der Landkreis Waldeck-Frankenberg bietet Eltern bei der Entscheidung, ob sie ihre Kinder gegen das Coronavirus impfen lassen sollen, Hilfe an: Der Kreis organisiert für Samstag, 28. August, einen Beratungstag im Korbacher Impfzentrum. Eltern, Kinder ab 12 Jahre und Jugendliche können an dem Tag von 8.30 bis 18 Uhr ins Zentrum kommen, sich über die Impfung informieren – und auf Wunsch auch eine bekommen.

Verimpft werde der Impfstoff von Biontech. Eine Anmeldung sei nicht notwendig. Kinderärzte aus Waldeck-Frankenberg werden am 28. August im Impfzentrum sein. Sie beraten die Eltern zu Fragen rund um die Immunisierung der Kinder gegen das Coronavirus und wägen gemeinsam mit ihnen und ihren Kindern das Für und Wider ab.

Landrat Kubat: „Es gibt gute Gründe“

„Es gibt gute Gründe, seine Kinder impfen zu lassen“, sagt Landrat Dr. Reinhard Kubat. „Das ist eine individuelle Entscheidung jeder Familie. Wir möchten sie bestmöglich unterstützen.“ Dabei respektiere er auch die Entscheidung von Eltern gegen eine Impfung ihrer Kinder. Er sagt aber auch: „Impfungen sollten da, wo sie medizinisch empfohlen und unbedenklich sind, auch stattfinden können. Fakt ist, dass Kindern eine Situation mit Homeschooling, dem Entzug von Freizeitmöglichkeiten und Kontaktverboten nicht noch einmal zugemutet werden kann.“

Falls Kinder und Jugendliche am 28. August im Impfzentrum geimpft werden möchten, ist eine schriftliche Einwilligung beider Elternteile erforderlich und ein Erziehungsberechtigter muss mit dabei sein. Der Kreis empfiehlt deshalb, sich vorsorglich die notwendigen Unterlagen auf landkreis-waldeck-frankenberg/impfenohnetermin herunterzuladen, auszufüllen und unterschrieben mitzubringen.

Impf-Appell auch an Erwachsene

Der Landkreis appelliert auch nochmals an alle Erwachsenen, sich nach Möglichkeit impfen zu lassen – für persönliche Sicherheit, für die der Gemeinschaft und insbesondere zum Schutz der Kinder. Die Impfungen in Waldeck-Frankenberg schreiten zwar weiter voran – jedoch sei die Nachfrage zurückgegangen. „Dem müssen wir dringend entgegenwirken, damit sich die Lage im Herbst nicht wieder deutlich verschlimmert. Jeder kann seinen Teil dazu beitragen“, so die Kreisspitze.

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