Landkreis Waldeck-Frankenberg informiert

Corona-Impfung: Bescheinigung statt Impfpass reicht als Nachweis aus

Der gelbe Impf-Ausweis, in den die Impfungen gegen das Coronavirus eingetragen werden.
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Symbolbild Impfpass

Für vollständig Geimpfte gelten bestimmte Lockerungen der Corona-Regeln. Als Nachweis darüber müssen die Impfungen aber nicht zwingend im Impfpass eingetragen sein. Die Bescheinigung, die das Impfzentrum des Landkreises in Korbach nach der Zweitimpfung ausstellt, reicht als Nachweis für einen vollständigen Impfschutz völlig aus, teilt die Kreisverwaltung Waldeck-Frankenberg mit.

Waldeck-Frankenberg – Bisher sind rund 60.000 Menschen in Waldeck-Frankenberg gegen das Coronavirus geimpft worden. Rund 14.000 haben ihre Zweitimpfung erhalten – und genießen, sofern die zweite Impfung 14 Tage zurückliegt, nun den vollständigen Impfschutz.

Nicht bei allen sind die Impfungen jedoch im Impfpass eingetragen, da einige ihren Impfpass vergessen oder verloren hatten. „Das ist aber unproblematisch“, sagt Kreisbrandinspektor Gerhard Biederbick als Leiter des Impfzentrums Waldeck-Frankenberg. „Die Bescheinigung, die wir im Impfzentrum nach der zweiten Impfung ausstellen, reicht als Nachweis dafür, dass man vollständig geimpft ist, völlig aus.“

Er bittet um Verständnis, dass das Impfzentrum nicht nachträglich Impfungen im Pass eintragen könne. „Das ist ein organisatorischer Aufwand, den wir nicht abbilden können. Wir müssen uns im Zentrum auf die Impfungen konzentrieren.“ Bis der digitale Impfpass flächendeckend eingeführt wird, werden vollständig Geimpfte daher gebeten, vorerst die ausgestellten Bescheinigungen als Nachweis zu nutzen.

Zudem weist er darauf hin, dass weder im Impfzentrum noch beim Gesundheitsamt des Landkreises Impfpässe ausgegeben werden. „Wer seinen Impfpass verloren hat, kann für kleines Geld im Handel einen neuen erwerben“, so die Kreisverwaltung.

Erleichterungen für Geimpfte und Genesene

Für Geimpfte und Genesene gelten die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen nicht mehr. Damit werden sie zum Beispiel bei privaten Zusammenkünften nicht mehr mitgezählt. Auch nächtliche Ausgangsbeschränkungen nach dem Infektionsschutzgesetz entfallen für diese Personen.

Bei bestimmten Ausnahmen von den Corona-Schutzmaßnahmen, bei denen ein negativer Test Voraussetzung ist, sollen Geimpfte und Genesene mit negativ Getesteten gleichgestellt werden. Damit müssen sie kein aktuelles negatives Testergebnis vorweisen, um zum Beispiel zum Friseur, in Geschäfte oder in den Zoo zu gehen.

Beim Sport gilt: Die Beschränkungen, dass kontaktloser Individualsport nur allein, zu zweit oder mit Angehörigen des eigenen Haushalts möglich ist, sind für Geimpfte und Genesene aufgehoben.

Auch Quarantäne-Pflichten gelten nicht für Geimpfte und Genesene – zum Beispiel bei Einreisen aus dem Ausland. Dies gilt allerdings nicht für Reisen aus Virusvarianten-Gebieten.

Wichtig ist jedoch: Die AHA-Regeln – also Abstand halten, Hygiene einhalten und Masken tragen – gelten nach wie vor. Geimpfte, genesene und getestete Personen müssen weiterhin eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen und Abstandsgebote einhalten. Hier gibt es keine Erleichterungen.

Wann man als geimpft gilt

Als Geimpfte gelten Personen, die nach den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission über einen vollständigen Impfschutz mit von der EU zugelassenen Impfstoffen verfügen. Das bedeutet je nach Impfstoff eine oder zwei Impfungen. Diese müssen 14 Tage zurückliegen.

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