Landkreis ruft zur Anmeldung auf

Corona-Impfung: Waldeck-Frankenberg bekommt Sonderlieferung Astrazeneca

Der Impfstoff von Astrazeneca.
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Waldeck-Frankenberg bekommt zusätzliche Impfdosen von Astrazeneca.

Ab der kommenden Woche erhält der Landkreis Waldeck-Frankenberg eine Sonderlieferung Corona-Impfstoff des Herstellers Astrazeneca: Insgesamt werden dem Impfzentrum in Korbach vom Land Hessen 2000 Dosen zusätzlich zur Verfügung stehen.

Waldeck-Frankenberg - Der Landkreis ruft daher insbesondere über 60-Jährige dazu auf, sich beim Land Hessen und dem Landkreis Waldeck-Frankenberg für eine Impfung zu registrieren. „Die Chancen, hier bereits in den nächsten Tagen einen Impftermin zu bekommen, stehen sehr gut“, sagt der Leiter des Impfzentrums des Landkreises, Gerhard Biederbick.

„Die Sonderlieferung versetzt uns in die komfortable Lage, in den kommenden zwei Wochen eine Vielzahl an Impfterminen für über 60-Jährige anzubieten“, so Biederbick in der Pressemitteilung. Für das Vorantreiben der Impfkampagne in Waldeck-Frankenberg sei dies ein weiterer Impuls.

Darüber hinaus stehen, nachdem in den vergangenen Wochen überwiegend Zweit-Impfungen durchgeführt wurden, auch wieder vermehrt Erst-Impfungen mit den Impfstoffen von Biontech und Moderna auf dem Plan. Um auch hierbei die jeweiligen Impfziele erreichen zu können, wird zudem auch für diese Impfstoffe um Registrierung auf der Impfnachrücker-Plattform des Landkreises geworben.

Verkürzung des Intervalls zwischen den Impfungen

Zudem wird ab Juli für dann Geimpfte im Impfzentrum in Korbach auch das Intervall zwischen der ersten und zweiten Impfung mit Astrazeneca verkürzt: Erstgeimpfte erhalten dann bereits neun Wochen nach der ersten Impfung die zweite Spritze. Bisher mussten sie zwölf Wochen warten. Geimpfte gelten daher bereits schneller als bisher als vollständig geschützt. „Wir rufen daher dazu auf, sich umgehend für eine Impfung anzumelden“, so Biederbick.

Impfung als Schutz vor Mutation

Die Impfungen seien ein sehr wesentlicher Beitrag zur Eindämmung des Coronavirus – insbesondere im Hinblick auf die Ausbreitung der Delta-Variante, die deutschlandweit auf dem Vormarsch ist und auch bereits in Hessen eine deutliche Rolle im Infektionsgeschehen spielt. „In Waldeck-Frankenberg gab es bisher zwar erst einen bestätigten Fall Mitte Mai“, berichtet der Leiter des Fachdienstes Gesundheit beim Landkreis, Thomas Hetche.

„Da die Variante sich aber weiter ausbreitet, rechnen wir auch hierzulande damit, dass sie in naher Zukunft das Infektionsgeschehen dominieren könnte“, sagt Hetche. Der Mediziner und Amtsarzt betont daher nochmals: „Impfungen sind ein wirksames Mittel, um dem Virus Einhalt zu gebieten. Man schützt nicht nur sich selbst, sondern auch die Menschen, die einem lieb sind.“

Bisher 90.000 Impfungen im Landkreis

Laut Landkreis sind im Impfzentrum und durch die mobilen Teams insgesamt 90.901 Impfstoffdosen (alle Hersteller) verabreicht worden: 53.472 Erst- und 37.429 Zweitimpfungen. Hinzu kommen laut Kassenärztlicher Vereinigung 49.183 Impfungen in Arztpraxen (Stand 23. Juni): 30.378 Erst- und 14.871 Zweitimpfungen sowie 3934 Impfungen mit Johnson & Johnson, bei dem nur eine Dosis nötig ist.

Damit sind also 56.234 der rund 156.400 Einwohner in Waldeck-Frankenberg vollständig gegen Corona geimpft. Das entspricht einer Quote von 35,9 Prozent. Hessenweit liegt die Quote für diese Zweitimpfungen bei 31,6 Prozent. Für die Erstimpfungen sind es in Waldeck-Frankenberg 53,4 Prozent, in Hessen 51,6.

Anmeldung zur Impfung

Eine Anmeldung für die Schutzimpfung ist möglich über das offizielle Terminvergabeportal des Landes Hessen oder Tel. 116 117 sowie Tel. 0611 / 505 92 888. Zusätzlich dazu können sich Impfwillige noch auf der Impfnachrücker-Plattform des Landkreises anmelden.

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