Landkreis-Statistik vom 3. Juni 2021

Corona in Waldeck-Frankenberg: Inzidenz gestiegen, Lockerungen in Kraft

In Waldeck-Frankenberg darf ab Fronleichnam wieder die Außengastronomie öffnen.
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In Waldeck-Frankenberg darf ab Fronleichnam wieder die Außengastronomie öffnen.

Die Corona-Inzidenz in Waldeck-Frankenberg ist an Fronleichnam wieder gestiegen: von 67,8 auf 71,0. Das berichtet das Robert-Koch-Institut in seiner täglichen Statistik. Trotzdem gelten seit dem Feiertag Lockerungen im Landkreis.

Waldeck-Frankenberg - Trotz des leicht gestiegenen Inzidenzwertes hat Waldeck-Frankenberg am Donnerstag, 3. Juni 2021, die Bundes-Notbremse verlassen. Seit diesem Tag gilt die erste Lockerungsstufe nach dem Stufenplan des Landes Hessen. Waldeck-Frankenberg hat diese Stufe 1 als letzter Landkreis in Hessen erreicht.

Das bedeutet, dass unter anderem die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben wurde und die Außengastronomie öffnen darf. Treffen sind nicht mehr nur auf einen Haushalt plus eine weitere Person beschränkt - jetzt dürfen sich wieder zwei Haushalte treffen. Hier mehr zu den Corona-Lockerungen in Waldeck-Frankenberg, die ab Fronleichnam gelten.

Die gelockerten Vorschriften dürfen allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass die 7-Tage-Inzidenz in Waldeck-Frankenberg an vier Tagen in Folge kontinuierlich gestiegen ist: von 58,2 am Sonntag, 30. Mai, auf nun 71,0 an Fronleichnam. Über einen längeren Zeitraum gesehen, ist die Inzidenz im Landkreis aber gesunken: Am Donnerstag vor einer Woche (27. Mai) lag sie noch bei 99,7, am Dienstag nach Pfingsten (25. Mai) bei 141,9. In Hessen ist die Inzidenz an Fronleichnam von 42,5 auf 46,1 gestiegen, in Deutschland von 36,8 auf 34,1 gesunken.

Kreis kontrolliert Einhaltung der Regeln

Wie berichtet, hatte der Landkreis angekündigt, gemeinsam mit den Ordnungsämtern der Städte und Gemeinden die Einhaltung der Quarantäne- und Corona-Regeln stärker kontrollieren zu wollen, um die über Pfingsten hohen Corona-Zahlen in den Griff zu bekommen. Waldeck-Frankenberg hatte zwischenzeitlich die fünfthöchste Inzidenz aller Kreise und kreisfreien Städte in Deutschland.

Nun scheint die Trendwende erreicht, die Inzidenz liegt nun an acht Tagen in Folge unter 100. Wenn der Wert nach dem Erreichen von Lockerungsstufe 1 weitere 14 Tage unter 100 oder 5 Tage unter 50 bleibt, wechselt der Landkreis in die Stufe 2, damit gelten dann weitere Lockerungen der Corona-Beschränkungen - zum Beispiel in der Gastronomie, im Einzelhandel, für private Treffen und für die Schulen.

Die Corona-Zahlen vom 3. Juni

In seinem aktuellen Lagebild vom 3. Juni berichtete der Landkreis von 23 nachgewiesenen Neuinfektionen mit dem Coronavirus im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der akuten Fälle ist aber deutlich um 37 von 304 auf 267 gesunken, weil 60 Menschen, die schon infiziert waren, wieder genesen sind.

16 Corona-Patienten (+1) werden derzeit in Waldeck-Frankenberg im Krankenhaus behandelt, 5 von ihnen (+1) auf der Intensivstation. Einen neuen Todesfall im Zusammenhang mit Corona gibt es laut Landkreis nicht. Bisher sind kreisweit nachgewiesen 156 Menschen an oder mit Corona gestorben.

Die akuten Fälle in den Städten und Gemeinden

Wie sich die 267 akuten Corona-Fälle vom Donnerstag, 3. Juni, auf die 22 Städte und Gemeinden in Waldeck-Frankenberg verteilen, zeigt die Übersicht (in Klammern der Vergleich zum Vortag):

  • Allendorf 20 (-3)
  • Bad Arolsen 22 (-2)
  • Bad Wildungen 29 (-7)
  • Battenberg 22 (+0)
  • Bromskirchen 8 (+0)
  • Burgwald 13 (-3)
  • Diemelsee 3 (+1)
  • Diemelstadt 6 (+0)
  • Edertal 6 (+0)
  • Frankenau 0 (+0)
  • Frankenberg 38 (+2)
  • Gemünden 0 (-1)
  • Haina 3 (+0)
  • Hatzfeld 2 (+0)
  • Korbach 48 (-10)
  • Lichtenfels 2 (-1)
  • Rosenthal 1 (-1)
  • Twistetal 11 (-3)
  • Vöhl 7 (+0)
  • Volkmarsen 9 (-4)
  • Waldeck 12 (-4)
  • Willingen 5 (-1)

Erklärung zur Statistik

Die Zahlen in der Liste oben sind nicht die Neuinfektionen, sondern die akuten Fälle (Menschen, die aktuell infiziert sind). Die Zahlen, die in Klammern stehen, sind das Plus bzw. Minus an akuten Fällen im Vergleich zur letzten Veröffentlichung. Dass die Zahl der Neuinfektionen nicht mit dem Plus an akuten Fällen identisch ist, ergibt sich dadurch, dass im Gegenzug zu den Neuinfektionen auch Menschen, die bisher zu den akuten Fällen zählten, wieder genesen. Beispiel: Wenn es in einer Stadt 30 Neuinfektionen gibt, gleichzeitig aber 5 bisher Infizierte genesen, dann gibt es in dieser Stadt nur 25 neue akute Fälle (30 Neuinfektionen minus 5 Genesene). Das ist dann die Zahl in Klammern. Und wenn eine andere Stadt 5 Neuinfektionen hat, aber gleichzeitig 10 neue Genesene, dann steht in Klammern -5.

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