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Corona in Waldeck-Frankenberg: Kreis hat hohe Impfquote

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Von: Jörg Paulus

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Corona-Impfung
Symbolbild Corona-Impfung © Sven Hoppe/dpa/Symbolbild

Die Zahl der Corona-Infektionen kennt auch im Kreis seit Wochen nur eine Bewegung: steil nach oben – die ansteckende Variante Omikron hat sich durchgesetzt. Die Impfquote macht aber Hoffnung.

Waldeck-Frankenberg – Derzeit mache die Kurve der Corona-Neuinfektionen in Waldeck-Frankenberg eine „Seitwärtsbewegung“, berichtete der Erste Kreisbeigeordnete und Gesundheitsdezernent Karl-Friedrich Frese. Im Kreistag informierte er am Montag (14.02.2022) ausführlich über die aktuelle Lage.

Die Nachfrage nach Impfungen gehe zurück – aber das liegt für Frese auch an der relativ hohen Impfquote im Kreis: 75 Prozent aller Einwohner hätten schon zwei Impfungen, 55,3 Prozent auch die dritte Impfung, den „Booster“ – wobei es für Kinder unter fünf Jahren keine Impfstoffe gibt. Bei den Einwohnern ab zwölf Jahren seien 83,9 Prozent vollständig geimpft und 61,9 Prozent auch „geboostert“. In ganz Hessen weise lediglich Darmstadt eine höhere Quote auf.

Zum Impferfolg hätten neben dem öffentlichen Gesundheitsdienst und den Kommunen auch die niedergelassenen Ärzte beigetragen, mit denen es eine gute Zusammenarbeit gebe. Allen Akteuren gebühre Dank – die Abgeordneten des Kreistags applaudierten.

Corona-Lage in Krankenhäusern, Kitas und Schulen

In den Krankenhäusern läuft der Betrieb weiter: „Eine Überlastung des Gesundheitssystems sowohl im Hinblick auf fehlende Bettenkapazitäten als auch in Bezug auf krankheitsbedingt ausgefallenes Personal ist derzeit nicht zu erkennen.“ Auch bei Feuerwehr und Rettungsdiensten sei die Einsatzfähigkeit weiter gegeben, berichtete Frese.

Zu einer großen Belastung hätten die hohen Fallzahlen allerdings bei Kindertagesstätten und Schulen im Landkreis geführt, erklärte Fese. Auch in Familien, gerade in „sozialen Brennpunkten“, werde die Lage schwieriger, je länger die Pandemie andauere. Allerdings sei es gelungen, rechtzeitig Hilfen bereitzustellen.

Freses Fazit: „Waldeck-Frankenberg kommt gut durch die Corona-Pandemie.“ Auch wenn der Expertenrat der Bundesregierung eine „besonnene Rücknahme“ einzelner Infektionsschutzvorkehrungen in den nächsten Wochen für möglich halte, könnten sie im Herbst und Winter wieder notwendig werden, betonte Frese. Für ihn gilt daher: „Vorsicht und Achtsamkeit müssen auch weiterhin im Mittelpunkt stehen.“

Die aktuellen Infektionszahlen in Waldeck-Frankenberg

Nachdem der Landkreis am Montag kein Lagebild veröffentlicht hatte – „aus organisatorischen Gründen“, wie er nun mitteilte –, gab es am Dienstag wieder aktuelle Zahlen: 882 Neuinfektionen und 371 neue Genesene seit Freitag, dem Tag des letzten Lagebildes. Die akuten Fälle sind um 511 auf 5417 gestiegen. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 1479 (Freitag: 1413).

35 Corona-Patienten liegen derzeit zur stationären Behandlung in Krankenhäusern in Waldeck-Frankenberg; das sind zwei weniger als am Freitag. Drei der 35 Patienten liegen auf der Intensivstation (-1). Einen neuen Todesfall im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gibt es nicht; bisher sind kreisweit 186 Menschen an oder mit Corona gestorben.

Akute Corona-Fälle in Waldeck-Frankenberg

Wie sich die akuten Corona-Fälle von Dienstag in Waldeck-Frankenberg auf die 22 Städte und Gemeinden im Kreis verteilen, zeigt folgende Übersicht (in Klammern der Vergleich zum Freitag):

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