Weihnachtsmärkte, Feiern und Versammlungen

Corona in Waldeck-Frankenberg: Kreis ruft dazu auf, Veranstaltungen abzusagen

Weihnachtsmarkt
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Symbolbild Weihnachtsmarkt

Angesichts der sich weiter verschärfenden Corona-Lage in Waldeck-Frankenberg ruft der Landkreis dazu auf, Weihnachtsmärkte, Feiern und Versammlungen abzusagen. Die 7-Tage-Inzidenz in Waldeck-Frankenberg lag am Dienstag bei 210.

Waldeck-Frankenberg - „Die Corona-Lage in Waldeck-Frankenberg ist ernst“, schreibt der Landkreis in einer Pressemitteilung. In den vergangenen Wochen sei die Zahl der Infektionszahlen stetig nach oben geklettert, die Inzidenz sei im Schnitt pro Tag um 20 Fälle gestiegen.

„Wir müssen jetzt die Notbremse ziehen“, warnen Landrat Dr. Reinhard Kubat und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese am Dienstag (23.11.2021). Der Landkreis ruft daher dazu auf, alle geplanten Weihnachtsmärkte, Feiern und andere Zusammenkünfte in Waldeck-Frankenberg abzusagen, um Menschenansammlungen zu verhindern.

„Wir müssen jetzt unbedingt gegensteuern, damit die Lage nicht außer Kontrolle gerät.“ 

Karl-Friedrich Frese, Erster Kreisbeigeordneter

Das Infektionsgeschehen in Waldeck-Frankenberg entwickelt sich derzeit vergleichbar zum steigenden Bundestrend. „Wir sind mitten in der vierten Welle, die sich im Landkreis erst aufbaut. Die Situation wird sich weiter verschärfen“, sagt Gesundheitsdezernent Frese. „Wir müssen jetzt unbedingt gegensteuern, damit die Lage nicht außer Kontrolle gerät.“

Die Krankenhäuser füllen sich – und auf Märkten und Veranstaltungen werde gefeiert. „Das passt nicht zusammen. Daher sprechen wir die dringende Empfehlung an alle Veranstalter aus, ihre Aktionen abzusagen – auch, wenn sie draußen stattfinden. Wir wissen, dass das jetzt bitter ist, appellieren aber an den Menschenverstand und die Eigenverantwortung aller.“

17 Corona-Patienten im Krankenhaus

Die Infektionszahlen müssten jetzt dringend abgebremst werden, damit die Lage möglichst kontrollierbar bleibe. In den vergangenen sieben Tagen gab es im Landkreis 329 Neuinfektionen, allein am Montag waren es 86. Die aggressive Delta-Variante des Coronavirus breite sich rasend schnell aus, die kühlen Temperaturen und dass sich Menschen überwiegend drinnen aufhalten, tun ihr übriges.

Aktuell seien in den Klinken in Waldeck-Frankenberg 17 Infizierte in stationärer Behandlung, 4 Erkrankte benötigen eine intensivmedizinische Betreuung. „Das mag sich auf den ersten Blick moderat anhören. Wir sehen aber aktuell, dass sich abzeichnet, dass bereits andere Landkreise Patienten zu uns nach Waldeck-Frankenberg verlegen, da deren Kapazitäten erschöpft sind“, erläutert Frese. „Dass wir Menschen in unseren Krankenhäusern abweisen müssen, möchten wir nicht erleben.“ Daher gelte es, jetzt etwas zu tun, bevor es zu spät ist.

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