Land Hessen erhöht Zuteilung

Corona in Waldeck-Frankenberg: Landkreis bekommt mehr Impfstoff

Frau bekommt Spritze Impfung in den Oberarm
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In Waldeck-Frankenberg soll ab Mittwoch schon mehr Impfstoff für die Corona-Schutzimpfungen zur Verfügung stehen. 

Das Land Hessen verstärkt seine Impfkampagne gegen das Coronavirus. Davon profitiere auch Waldeck-Frankenberg, berichtet der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese: Der Landkreis erhalte mehr Impfstoff.

Waldeck-Frankenberg – Bislang habe der Landkreis Waldeck-Frankenberg für die Corona-Schutzimpfungen 4200 Impfdosen pro Woche erhalten. Damit seien im Impfzentrum des Landkreises in Korbach von Montag bis Samstag 700 Impfungen täglich möglich gewesen. Ab Mittwoch, 28. April 2021, werde die Lieferung erhöht, dann könne es 1000 Impfungen am Tag geben.

Außerdem habe der Kreis vom Land eine Sonderzuteilung erhalten. Dadurch konnte der Landkreis am Samstag, 24. April, so viele Menschen wie noch nie an einem Tag gegen das Coronavirus impfen – insgesamt 1664; davon 1107 im Korbacher Impfzentrum und 557 über die mobilen Impfteams an Berechtigte in Kliniken und anderen Einrichtungen, teilte die Kreisverwaltung am Sonntag mit.

Jeder Fünfte hat die Erstimpfung

Bis zum Sonntag seien in Waldeck-Frankenberg im Impfzentrum in Korbach und durch die mobilen Teams insgesamt 46.149 Impfstoffdosen zum Schutz vor Corona verabreicht worden: 33.389 Erstimpfungen (Impfquote: 21,4 Prozent) und 12.760 Zweitimpfungen (Impfquote: 8,2 Prozent). Damit hat mittlerweile jeder Fünfte der rund 156.000 Einwohner des Landkreises die erste Corona-Schutzimpfung erhalten.

„Die Impfungen, die seit Anfang April in den Hausarztpraxen in Waldeck-Frankenberg verabreicht wurden, kommen noch hinzu. Diese können bisher nicht in die Quote eingerechnet werden, da dem Landkreis die Daten bislang nicht zur Verfügung stehen“, erläuterte die Kreisverwaltung.

Es sei ermunternd, zu sehen, dass die Impfungen in Waldeck-Frankenberg stetig fortschreiten – auch, wenn es natürlich noch zahlreiche Berechtigte gebe, denen aktuell leider noch kein Impfangebot gemacht werden konnte, sagen Landrat Dr. Reinhard Kubat und der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese. „Wir als Landkreis haben darauf jedoch leider nahezu keinen Einfluss, da die Terminvergabe für die Impfungen über das Land Hessen läuft.“

Der CDU-Kreisvorsitzende und Landtagsabgeordnete Armin Schwarz berichtete am Samstag von einer Videokonferenz der Union mit Kanzleramtsminister Helge Braun. Danach solle Hessen ab nächster Woche 300.000 Impfdosen die Woche erhalten, in vier Wochen sollen es 600.000 sein, Mitte Juni 700.000. Außerdem entfalle in absehbarer Zeit die Priorisierung nach Impfgruppen, bei denen das Alter und Vorerkrankungen berücksichtigt werden.

Impfnachrücker-Plattform noch nicht für Gruppe 3

Das Land hatte am Freitag, 23. April, die Registrierungsmöglichkeiten für Angehörige der Priorisierungsgruppe 3 geöffnet. Dazu hätten den Landkreis in den vergangenen Tagen zahlreiche Anfragen erreicht, warum eine Registrierung der Priorisierungsgruppe 3 dann noch nicht auf der Impfnachrücker-Plattform des Landkreises möglich ist.

„Aktuell ist es so, dass wir noch so viele Menschen der Priorisierungsgruppen 1 und 2 in unserem Nachrücker-Pool haben, dass wir uns dazu entschieden haben, die Registrierung für Angehörige der dritten Gruppe vorerst noch nicht freizuschalten“, erläutert der Leiter des Impfzentrums Waldeck-Frankenberg, Gerhard Biederbick. „Dies wird sicherlich innerhalb der kommenden Woche möglich – und dann entsprechend kommuniziert werden.“ 
 

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