Landkreis: Regeln einhalten und sich impfen lassen

Corona in Waldeck-Frankenberg: „Vierte Welle hat begonnen“

Impfstoff
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Symbolbild Corona-Impfung

Da die Corona-Infektionszahlen in Waldeck-Frankenberg seit dem Ende der Herbstferien deutlich gestiegen sind, ruft der Landkreis nochmals dazu auf, sich an die Regeln zu halten und sich möglichst impfen zu lassen.

Waldeck-Frankenberg – Laut dem Robert-Koch-Institut ist die 7-Tage-Inzidenz in Waldeck-Frankenberg von Mittwoch auf Donnerstag (28.10.2021) von 45 auf 60 gestiegen. Am Freitag vor einer Woche, dem letzten Tag der Herbstferien, lag der Wert noch bei 34, zu Beginn der Herbstferien am 11. Oktober bei 28.

„Besonders unter Reiserückkehrern breitet sich das Virus aus“, teilte der Landkreis am Donnerstag in einer Pressemitteilung mit. „Das zeigen auch die Tests in den Schulen, die nach den Ferien dort vorsorglich vermehrt stattfinden.“

„Die vierte Corona-Welle hat begonnen“, sagt der Kreis, „und die kühlere Jahreszeit, viele Lockerungen und noch zu viele ungeimpfte Menschen machen es dem Virus leicht, sich weiter auszubreiten.“ Wie stark die Welle den Landkreis treffen werde, hänge vom Verhalten jedes einzelnen ab. Abstands- und Hygieneregeln seien daher weiterhin wichtig.

Neues Angebot für Impfungen

Der wesentliche Faktor seien aber die Impfungen. Um die Hausarztpraxen zu unterstützen, bietet der Landkreis daher zusätzliche Impfaktionen an: Bis Jahresende kann sich jeder Impfwillige ohne Anmeldung samstags von 9 bis 13 impfen lassen: am Samstag, 30. Oktober, noch im Gesundheitsamt Am Kniep 50 in Korbach. Ab November dann samstags voraussichtlich im Corona-Testzentrum in der Weizackerstraße 12 bis 14 in Korbach. Erstimpfungen seien bis Mitte November möglich; Zweitimpfungen bis Ende des Jahres.

Auch Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren können geimpft werden. Ebenso können Personen, die mit „Johnson & Johnson“ geimpft wurden, nach Empfehlung der Stiko eine Impfung bekommen, um die Grundimmunisierung zu verbessern.

„Die Impfung ist das einzig wirksame Mittel, um langfristig zu einem normalen Leben zurückzufinden.“

Amtsarzt Thomas Hetche vom Landkreis

„Die Impfung ist das einzig wirksame Mittel, um langfristig zu einem normalen Leben zurückzufinden“, sagt der Leiter des Fachdienstes Gesundheit, Amtsarzt Thomas Hetche. „Jeder, der sich jetzt gegen eine Impfung entscheidet, entscheidet sich bewusst für das Virus, mit dem man sich früher oder später infizieren wird.“

Hetche ruft gemeinsam mit der Kreisspitze daher alle Menschen, die bisher noch zögern, auf, sich nach Möglichkeit impfen zu lassen: „Wir können Sorgen oder Bedenken verstehen. Wir haben aber gute und sichere Impfstoffe, die von Forschern weltweit entwickelt wurden und die dafür sorgen werden, Menschen zu schützen und die Pandemie in den Griff zu bekommen.“

Appell für die Grippe-Impfung

Neben Corona sollte auch in dieser Saison die Grippe-Impfung nicht außer Acht gelassen werden, sagt Amtsarzt Thomas Hetche: „Corona und Grippe können bereits für sich allein gefährlich sein. Eine gleichzeitige Infektion mit beiden Viren kann je nach körperlicher Verfassung sogar tödlich enden.“

Daher empfiehlt der Mediziner grundsätzlich allen, aber insbesondere Älteren, Schwangeren, Kranken und sonstigen Risikogruppen, die Grippe-Impfung beim Hausarzt. „Dabei kann die Grippe-Impfung nach Möglichkeit sogar gleichzeitig mit einer (Auffrisch-)Impfung gegen Corona gegeben werden.“

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