Landkreis macht Vorgaben für Gedenkfeiern

Corona in Waldeck-Frankenberg: Volkstrauertag mit Maske und ohne Musik

Ein Ehrenmal zum Gedenken an Opfer der beiden Weltkriege
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Ein Ehrenmal zum Gedenken an Opfer der beiden Weltkriege

Nach der Verschärfung der Corona-Vorschriften hat der Landkreis Waldeck-Frankenberg weitere Vorgaben gemacht - diesmal betreffen sie die Gedenkveranstaltungen im November.

Waldeck-Frankenberg – St. Martin, Volkstrauertag und Totensonntag: Im November stehen einige Gedenktage im Kalender, deren Programm in vielen Orten bereits geplant wird. Gemeinsam mit den Städten und Gemeinden hat der Landkreis Waldeck-Frankenberg jetzt beschlossen, dass Gedenkveranstaltungen oder Umzüge trotz der Corona-Einschränkungen zwar stattfinden dürfen – jedoch ohne musikalische Begleitung durch Chöre, Bläser und ähnliches und nur dann, „wenn zu jeder Zeit der Sicherheitsabstand und die geltenden Hygieneregeln eingehalten werden können“. Außerdem dürfen maximal 100 Menschen daran teilnehmen und es gilt eine permanente Maskenpflicht.

Hintergrund sind die weiter steigenden Corona-Zahlen. Seit dem Wochenende gilt der Landkreis als Risikogebiet, da die Zahl von 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen überschritten wurde. Deshalb dürften aktuell auch Traditionen wie zu St. Martin oder Volkstrauertag nur unter strengen Voraussetzungen stattfinden, damit auch hier das Ansteckungsrisiko möglichst gemindert werde, teilt die Kreisverwaltung mit.

„Veranstaltungen wie die anstehenden Gedenktage werden in der Regel durch Gesang oder Blaskapellen begleitet. Diese stellen in der aktuellen Situation aber ein hohes Infektionsrisiko dar“, erklärt der Leiter des Fachdienstes Gesundheit, Thomas Hetche. „Insbesondere durch Blasinstrumente werden Aerosole und Tröpfchen beim Musizieren mehrere Meter weit in die Umgebung geschleudert.“ Beim Singen sei es ähnlich. „Per Tröpfcheninfektion kann sich das Virus unter diesen Umständen noch besser verbreiten – sogar an der frischen Luft.“

Auch Hygiene und Abstand sowie das Tragen von Mund-Nasen-Bedeckungen müsse zwingend eingehalten werden. Auf anschließendes geselliges Beisammensein sollte verzichtet werden.

Landrat Dr. Reinhard Kubat und Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese appellieren an das Verständnis und die Einsicht der Bevölkerung: „Wir befinden uns in einer besonderen Situation. Am Wochenende haben wir den vorletzten Grenzwert der Neuinfektionen überschritten und neue Schutzmaßnahmen erlassen. Dieses Jahr kann nichts so wie in den vergangenen Jahren stattfinden – leider auch nicht unsere Gedenk- und Feiertage.“ Damit man perspektivisch in eine neue Normalität zurückfinden könne, sei jeder einzelne gefragt, seinen Beitrag zu leisten. (Von Jörg Paulus)

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