Aktuelle Statistik des Landkreises

Corona in Waldeck-Frankenberg: Mehr Fälle, aber auch mehr Genesene

In einem Labor werden Proben für Corona-Tests ausgewertet.
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Corona in Hessen: In einem Labor werden Proben für Corona-Tests ausgewertet (Symbolbild).

Die Zahl der Corona-Fälle in Waldeck-Frankenberg ist von Donnerstag auf Freitag um zwei gestiegen, die Zahl der akut Infizierten aber um zwei gesunken.

Waldeck-Frankenberg - Nach dem aktuellen Lagebild des Landkreises von Freitag, 24. Juli, sind bislang insgesamt 198 Menschen in Waldeck-Frankenberg positiv auf das Coronavirus getestet worden. Als aktuell infiziert gelten 14 Menschen. 179 sind bereits wieder genesen, fünf Patienten sind im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorben. In Quarantäne befinden sich derzeit 53 Personen.

Am Montag, 20. Juli, lag die Zahl der aktuell Infizierten noch bei 22 – das war der höchste Stand seit fast drei Monaten. Am Dienstag, 21. Juli, waren noch 96 Menschen in Quarantäne – die meisten im Südwesten des Landkreises, da es dort im Raum Bromskirchen die meisten der neuen Corona-Fälle gibt, die seit Mitte Juli aufgetreten sind.

Die Grafik des Landkreises von Donnerstag zeigt die Entwicklung der Corona-Zahlen in Waldeck-Frankenberg seit Ende Juni. Den Höchststand der aktuell infizierten Menschen (rote Balken) gab es in Waldeck-Frankenberg am 5. April mit 55. Der letzte der bisher fünf Todesfälle war am 28. Mai bekannt geworden.

Die Entscheidung, wie der Landkreis auf solche neuen Fälle reagiert, trifft ein Krisenstab „Besondere Lagen“, den der Landkreis für den Umgang mit der Corona-Pandemie bereits vor dem ersten bestätigten Krankheitsfall in Waldeck-Frankenberg eingesetzt hatte, wie Pressereferentin Ann-Katrin Heimbuchner erklärte. Das Team habe im Vorfeld präventiv gearbeitet und koordiniere seit dem Ausbruch des Coronavirus im Landkreis die Abläufe in Waldeck-Frankenberg.

Der Krisenstab

Dem Stab „Besondere Lagen“ gehören neben dem Landrat, dem Ersten Kreisbeigeordneten und Gesundheitsdezernenten sowie dem Büroleiter auch die Führungskräfte der Fachdienste Gesundheit, Rettungsdienst, Brand- und Katastrophenschutz, Öffentlichkeitsarbeit, Kultur, Paten- und Partnerschaften sowie der Leiter der Polizeidirektion Waldeck-Frankenberg an.

So arbeitet der Krisenstab

„Der Stab beschäftigt sich täglich mit der aktuellen Lageentwicklung und entscheidet – wo angebracht, auch in Abstimmung mit den Bürgermeistern der Städte und Gemeinden im Landkreis – über notwendige und sinnvolle Maßnahmen, um die Verbreitung des Coronavirus in Waldeck-Frankenberg zu verlangsamen und Infektionsketten zu unterbrechen. Dabei arbeitet er auch sehr eng mit den Landkreisen in Hessen sowie wenn erforderlich auch mit den Gesundheitsämtern bundesweit zusammen“, teilte Ann-Katrin Heimbuchner mit. Bei den aktuellen Fällen stimmt sich der Landkreis mit dem Hochsauerlandkreis ab, da die Fälle in Bromskirchen, wie berichtet, mit Infektionen im Bereich Hallenberg/Medebach zusammenhängen und innerhalb von Familienverbänden ausgebrochen sind.

Positive Corona-Fälle würden dem Landkreis unverzüglich gemeldet – unabhängig davon, ob der Abstrich durch einen Hausarzt oder den Fachdienst Gesundheit angeordnet wurde. Auch Verdachtsfälle würden beim Landkreis registriert. Diese Informationen kommen von Hausärzten oder anderen Kreisverwaltungen, wenn Infektionsketten landkreisübergreifend nachvollzogen werden.

Quarantäne wird kontrolliert

„Bei Hinweisen oder bestätigten Fällen ermittelt der Fachdienst Gesundheit unmittelbar die Kontaktpersonen, ordnet bei Bedarf Tests an und stellt Infizierte und Kontaktpersonen unter Quarantäne“, sagt Heimbuchner. Die Quarantäne werde durch tägliche Anrufe aller Personen durch den Fachdienst Gesundheit und mit Unterstützung der Polizei kontrolliert, die stichprobenartig überprüfe, ob alle Anordnungen eingehalten werden. Wie berichtet, wurde der Fachdienst Gesundheit wegen der Corona-Pandemie personell aufgestockt.

Die Quarantäne-Anordnung hat rechtsbindenden Charakter, bei Nicht-Beachtung drohen strafrechtliche Konsequenzen bis hin zu hohen Bußgeldern, sagt Heimbuchner: „In der Regel haben sich in Waldeck-Frankenberg seit Ausbruch der Pandemie im Landkreis alle unter Quarantäne gestellten Personen an die Anordnung gehalten.“

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