Corona-Pandemie bestimmt die Situation

Schwierige Bedingungen für Weihnachtsgottesdienste auch in Waldeck-Frankenberg

Festlich: Gottesdienste an Heiligabend und an den Weihnachtsfeiertagen werden im Frankenberger Land gefeiert. Auch in diesem Jahr unter Corona-Bedingungen.
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Festlich: Gottesdienste an Heiligabend und an den Weihnachtsfeiertagen werden im Frankenberger Land gefeiert. Auch in diesem Jahr unter Corona-Bedingungen.

Die Weihnachtsgottesdienste finden wegen Corona erneut unter schwierigen Bedingungen statt. Auch in Waldeck-Frankenberg. Mancherorts wurden sie sogar abgesagt.

Waldeck-Frankenberg – Die evangelischen und katholischen Kirchen wollen in der Corona-Pandemie an Weihnachten aber weiter für die Menschen ansprechbar sein und verantwortungsbewusst mit den Gottesdiensten an den Feiertagen umgehen.

Dekanin Petra Hegmann vom Evangelischen Kirchenkreis Eder weist darauf hin, dass  „die einzelnen Gemeinden ihre Risiken analysiert und Hygienekonzepte erstellt haben, um eine Ansteckungsgefahr während des Gottesdienstes zu minimieren. Diese Konzepte wurden in den vergangenen Tagen von allen Gemeinden überprüft und an die neue Situation angepasst“.

Dekanin Petra Hegmann – Evangelischer Kirchenkreis Eder

Dazu gehöre das Einhalten eines Mindestabstands, das Tragen von Masken bis zum oder am Sitzplatz und der teilweise Verzicht auf Gemeindegesang. Viele Gottesdienste seien zudem ins Freie verlegt worden.

Viele Gemeinden würden alternative Formen anbieten. Virtuelle Gottesdienste über Internet seien geplant. Hegmann betont: „Wir bieten unterschiedliche Gottesdienstformen an, um möglichst niemanden auszuschließen. Die frohe Botschaft des Weihnachtsfestes gilt allen.“

„Wir bieten unterschiedliche Gottesdienstformen an, um möglichst niemanden auszuschließen. Die frohe Botschaft des Weihnachtsfestes gilt allen.“

Petra Hegmann, Dekanin in Frankenberg

Dies betont auch das Evangelische Dekanat Biedenkopf-Gladenbach. Dort wurden Empfehlungen ausgesprochen, die sich an den Vorgaben des Landes Hessen orientieren. Dekan Andreas Friedrich weist auf 2G oder 3G für alle Gottesdienste hin. Und: „Kurzfristig über die Situation informieren können sich die Gläubigen auf den Homepages ihrer Kirchengemeinde oder über die Bandansage im zuständigen Gemeindebüro.“

Dekanin Eva Brinke-Kriebel –  Kirchenkreis Twiste-Eisenberg

„Priorität sollte stets sein, möglichst vielen Menschen die Chance zu bieten, an einem Angebot der Kirche vor Ort teilzunehmen“, unterstreicht Eva Brinke-Kriebel, Dekanin des Kirchenkreises Twiste-Eisenberg. Man wolle möglichst niemanden abweisen. „Durch unsere Hygienekonzepte können wir einen sicheren Ablauf gewährleisten. Wir haben aber auch für alle Verständnis, die lieber zu Hause bleiben und sich die Videoangebote oder Fernsehgottesdienste ansehen.“

Im Katholischen Dekanat Waldeck „werden in allen Gottesdiensten die nötigen Abstände eingehalten, eine medizinische oder FFP2-Maske ist im Gottesdienst zu tragen“, informiert Dekanatsreferentin Barbara Schirm.

Gottesdienste besonders für Familien und Kinder

Im Pastoralen Raum Korbach sei zusätzlich eine 3G-Regel oder in einzelnen Gottesdiensten auch die 2G-Regel beschlossen. „Darüber hinaus finden Gottesdienste besonders für Kinder und Familien und weitere Interessierte am Heiligen Abend draußen statt. Dort ist keine 3G-Regel vorgesehen. Auch bei den Gottesdiensten draußen müssen die Abstände eingehalten und die Masken getragen werden.“

Abstandsregeln und das Tragen von Mundschutz gelten auch in den katholischen Gemeinden Frankenberg, Gemünden und Vöhl. Pater Bonifatius Heidel: „Auf G-Regeln verzichten wir, da bisher Gottesdienste, in denen die allgemeinen Hygiene-Vorgaben eingehalten wurden, als Infektionsherde nicht in Erscheinung getreten sind und diese Einschätzung auch von fachlicher Seite so steht.“

In den Katholischen Kirchengemeinden Burgwald und Ernsthausen finden die Gottesdienste mit 3G statt, Maskenpflicht besteht im ganzen Gottesdienst.

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