Einkaufen mit Sicherheitsabstand

Coronavirus: Mit diesen Maßnahmen schützen Geschäfte Mitarbeiter und Kunden

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Durch eine Plexiglasscheibe voneinander getrennt: Apotheken-Inhaberin Beatrix Hajek schiebt einem Kunden die Medikamente unter der Scheibe hindurch.

Aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus, werden in den noch geöffneten Geschäften Vorkehrungen getroffen, um das Virus einzudämmen.

Während Restaurants, Bars, Cafés, Eisdielen, Museen, Theater und viele weitere Einrichtungen und Lokale geschlossen sind, gibt es in diesen Tagen noch immer Geschäfte, die geöffnet haben und in denen Mitarbeiter für ihre Kunden da sind. Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogerien, Tankstellen, Bäckereien und Metzgereien sind die Orte, an denen die Menschen jetzt aufeinandertreffen. Es sind die Orte des Einkaufens, an denen sich das soziale Leben nun abspielt.

Doch auch dort ist nichts mehr, wie es einmal war. Hinweisschilder und Desinfektionsmittel-Spender am Eingang, Abstandsmarkierungen auf dem Boden, Plexiglasscheiben an den Kassen, Handschuhe für Kunden und Mitarbeiter. Mit all diesen Maßnahmen soll die weitere Ausbreitung des Coronavirus verlangsamt werden.

Die HNA hat sich in einigen Geschäften umgehört, wie die Corona-Krise dort erlebt wird und wie Mitarbeiter und Kunden geschützt werden sollen.

Coronavirus: Mit diesen Maßnahmen schützt eine Apotheke Mitarbeiter und Kunden

Ein rotes Hinweisschild signalisiert den Kunden an der „Apotheke am Obermarkt“ direkt am Eingang, dass sie sich maximal zu zweit in der Apotheke aufhalten dürfen.

„Wir lassen die Kunden nur nach und nach eintreten und arbeiten mit Handschuhen hinter einer Plexiglasscheibe, damit alle Kunden und Mitarbeiter vor einer Tröpfcheninfektion geschützt sind“, erklärt Inhaberin Beatrix Hajek. Sie habe das Gefühl, dass die Leute diese Schutzmaßnahmen respektieren und annehmen. „Die meisten Leute sind mittlerweile schon gut informiert und wissen, wie sie sich zu verhalten haben. Nur wenige müssen wir noch aufklären“, sagt die Apothekerin.

Coronavirus: Mit diesen Maßnahmen schützt eine Tankstelle Mitarbeiter und Kunden

Für Anja Kinkel, Stationsleiterin der SB-Tankstelle an der Ruhrstraße, gehört das Arbeiten hinter einer Plexiglasscheibe mittlerweile zum Alltag. Sie trägt Handschuhe, im ganzen Laden sind Hinweisschilder verteilt. Jede halbe Stunde desinfiziert sie mit ihrem Team die wichtigsten Oberflächen, bittet zudem jeden einzelnen Kunden, bargeldlos zu bezahlen. „Unsere Kunden zeigen wirklich viel Verständnis und wir möchten uns bedanken, dass sie die Maßnahmen so toll einhalten, uns die Treue halten und wir somit weiterhin für sie da sein können“, sagt Kinkel.

Ein Problem jedoch: Weil immer weniger Menschen mit dem Auto unterwegs sind, wird auch weniger getankt. „Die Leute bleiben zuhause und fahren nicht mehr so oft mit dem Auto“, berichtet Susanne Gritsch von der Avia-Tankstelle an der Röddenauer Straße. „Hoffentlich ist Corona bald vorbei“, sagt sie.

Coronavirus: Mit diesen Maßnahmen schützt eine Metzgerei Mitarbeiter und Kunden

Um das Virus einzudämmen, verkaufen Sabine Eckel undDaniela Kusatz die Wurstwaren der Fleischerei Schneider aus Bottendorf nun häufig mit eiskalten Händen. „Wir haben uns dafür entschlossen, die Tür immer offen stehen zu lassen, damit die Kunden sie nicht anfassen müssen. Klar frieren wir dann auch mal, aber so schützen wir uns und unsere Kunden“, sagen die Kolleginnen, die Bargeld nur noch über einen Teller annehmen und rausgeben. „So können wir direkten Kundenkontakt vielleicht vermeiden“, sagt Eckel.

Coronavirus: Mit diesen Maßnahmen schützt eine Drogerie Mitarbeiter und Kunden

In der Rossmann-Filiale im Frankenberger Tor sind die Kassen getrennt, am Eingang stehen Einweghandschuhe bereit. Nur fünf Kunden dürfen den Laden gleichzeitig mit einem Wagen betreten. Filialleiterin Mandy Löwe sagt: „Letzte Woche waren es noch mehr Kunden, aber vielleicht haben die Leute mittlerweile genug eingekauft.“

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