Beim Einkaufen an Eisbären denken

CRS-Schüler wollen Beitrag zum Klimaschutz leisten

Schülerinnen der christian-Rauch-Schule halten eine Landkarte vom Nordpol und ein Kuscheltier in Form eines Eisbären.
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Der Nordpol ist nicht so weit weg wie es manchmal scheint: Schüler eines Biologie-Grundkurses der Jahrgangsstufe 12 Christian-Rauch-Schule in Bad Arolsen beteiligen sich am „Climate Action Day“. Ihr Anliegen ist es, auf die Zusammenhänge zwischen dem Verbraucherverhalten in Deutschland und den Überlebenschancen der Eisbären im Packeis hinzuweisen.

„Inwiefern beeinflusst mein CO2-Fußabdruck in Bad Arolsen das Leben eines Eisbären in der fernen Arktis?“ Mit dieser Frage beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler im Biologie Grundkurs der Christian-Rauch-Schule im Zuge des „Climate Action Day“.

Der „Climate Action Day“ am 19. Mai ist eine weltweite Bewegung, an der sich vor allem Jugendliche mit Aktionen für den globalen Klimaschutz beteiligen. Die CRS-Schüler der Jahrgangsstufe 12 haben sich vorgenommen, auf den Zusammenhang zwischen der Lebensführung jedes Einzelnen und der gefährdeten Zukunft des Eisbären aufmerksam zu machen.

Im Jahr 2019 produzierte ein Einwohner Deutschlands durchschnittlich 7,9 Tonnen Kohlenstoffdioxid, im Jahr 2018 lag dieser Wert noch bei etwa 8,4 Tonnen. Klimaschädliches Kohlendioxid wird in die Atmosphäre freigesetzt durch den Verbrauch von Treibstoff, Konsum und einen hohen Energiebedarf.

Natürliche Lebensräume erhalten

Die CRS-Schüler aus dem Biologie-Grundkurs sagen: „Damit befeuern wir die Klimaerwärmung, die bereits sichtbare Veränderungen in allen Ökosystemen zur Konsequenz hat.“

Die Erderwärmung lasse das Packeis schmelzen und verkleinere so zunehmend den Lebenraum der Eisbären. Bereits heute habe die Eisschmelze verheerende Auswirkungen auf das Leben der Eisbären. Immer häufiger wichen die Tiere aufs Festland aus und suchten auf Müllhalden und in Dörfern nach Futter. Obwohl Eisbären eigentlich die Nähe zum Menschen mieden, komme es immer wieder zu Situationen, in denen hungrige Eisbären Menschen angreifen. Nicht selten würden die Tiere dann erschossen.

Damit es erst gar nicht zu solchen Situationen zwischen Eisbären und Menschen komme, müsse dafür gesorgt werden, dass Eisbären wieder in ihren natürlichen Lebensraum zurückkehren könnten.

Beim Einkauf an Nachhaltigkeit denken

Aus Sicht der Schüler reichen die bisherigen Bemühungen zum Klimaschutz nicht aus. Jeder Einzelne müsse sich darüber bewusst werden, inwieweit der Klimawandel durch alltägliche, unbewusste Gewohnheiten beeinflusst werde.

Hilfreich könne es sein, saisonale, regionale und frische Lebensmittel einzukaufen. Vor allem bei Fisch- und Fleischprodukten sei es wichtig auf heimische Waren zu setzten. Auch der Umstieg vom Auto auf das Fahrrad oder auf öffentliche Verkehrsmittel könne das Schicksal des Eisbären langfristig verbessern.

In einer schriftlichen Erklärung der CRS-Schüler heißt es abschließend: „Da die Arktis nicht direkt vor unserer Haustür liegt, fällt es auch uns Schülern und Schülerinnen schwer, täglich auf Nachhaltigkeit zu achten. Deshalb tragen wir ab jetzt einen Eisbären aus Holz als Anhänger an einem Armband immer bei uns, um täglich an unsere Mitverantwortung für sein Schicksal erinnert zu werden.“  (Elmar Schulten)

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