Saison eröffnet

Freilichtbühne Hallenberg spielt „Der gestiefelte Kater“

Ende gut, alles gut: (vorne von links) Hans (Til Althaus) und Rosa (Sophia Nebert), daneben König Dings (Ulrich Cappel), hinten links Minister Theodor (Marius Schmidt) und daneben der Hofstaat.
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Ende gut, alles gut: (vorne von links) Hans (Til Althaus) und Rosa (Sophia Nebert), daneben König Dings (Ulrich Cappel), hinten links Minister Theodor (Marius Schmidt) und daneben der Hofstaat.

„Theater spielen ist unser Leben, und endlich dürfen wir das wieder tun“: Der Stein der Erleichterung, der Albert Winter, Vorsitzender der Freilichtbühne Hallenberg, vom Herzen fiel, war deutlich vernehmbar.

Hallenberg – Nach der Corona-Zwangspause im letzten Jahr hat der Verein für 2021 sogar drei Inszenierungen ins Programm genommen. „Wir haben strenge Auflagen befolgt“, sagte Winter. Dazu gehört unter anderem, dass maximal 400 Zuschauern eingelassen werden.

Auch auf der Bühne gibt es Veränderungen: Die Stücke sind kürzer als gewohnt, es gibt es maximal 30 Mitwirkende, auf aufwendige Massenauftritte und auf die Grußworte bei den Premieren wird verzichtet. „Spaß und Unterhaltung stehen aber wie immer im Vordergrund“, versprach Winter.

Den Auftakt machte das Kinder- und Familienstück „Der gestiefelte Kater“ nach Charles Perrault und den Gebrüdern Grimm, hier neu erzählt von Bärbel Kandziora, die auch Regie führte.

Ein perfekter Plan: Der gestiefelte Kater (Mia Mütze) hat dem naiven Hans (Til Althaus) schicke Klamotten besorgt.

In der Geschichte geht es um drei Brüder, die nach dem Tod des Vaters mit einem unterschiedlichen Erbe bedacht werden. Hans, der Jüngste, Verträumte, weiß zunächst mit dem seinen, einem Kater, nichts anzufangen, bis er entdeckt, dass dieser sprechen kann und sogleich nach Stiefeln verlangt. „Ich will dir zu deinem Glück verhelfen“, erklärt er dem verdutzten Hans.

Außerdem gibt es den bösen Zauberer Berappzapp, der die Menschen knechtet und alle, die ihm widersprechen, in Steine verwandelt.

Und es gibt den nicht ganz so schlauen König Friedrich Dings, der möglichst täglich Rebhuhnfleisch speisen möchte, seine kesse Tochter Rosa, die schnell den Durchblick hat, den untertänigen Minister Theodor, der stets Wert auf Contenance legt, und natürlich den Hofstaat und die arbeitende Bevölkerung.

Zwischen Hans und Rosa funkt es, noch bevor sie ihre gegenseitige Herkunft kennen. Doch der gestiefelte Kater kennt die Mittel, um den beiden den Weg zur Hochzeit zu ebnen. Auch den Zauberer erledigt er mit einem Trick, und so endet das Ganze mit voller Zufriedenheit auf allen Seiten.

Sie halten sich für richtig clever: die drei Rebhühner (Annemarie Hesse, Christa Cappel und Alex Jochimsthal).

Unterlegt wurde das Spiel mit witzigen Songs (Musik: Stefan Wurz), zum Beispiel dem Spinnenlied des angeekelten Theodor und einem frechen Rebhuhn-Rap.

Dazu gibt es jede Menge Qualm und Funkensprühen, einen Haufen Zauberei und viele lustige Wortspiele, etwa wenn der König seine Sucht nach Rebhuhn mit „schick, en vogue und mega angesagt“ erklärt oder der naive Hans nicht einmal weiß, dass „Mäuse“ auch etwas anderes als Nagetiere bezeichnen kann.

„Lass dich nicht beirren, das Glück kommt auch zu dir“, singen die Hühner zum Schluss. Insgesamt ein großes Vergnügen, auch für kleinere Kinder!

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