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Spectaculum über dem Diemeltal - Historischer Markt in Obermarsberg

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Von: Achim Rosdorff

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Auch packende Ritterkämpfe sind zu sehen.
Auch packende Ritterkämpfe sind zu sehen. © Privat

Gaukler, Händler, Handwerker und allerlei Gesindel tummelt sich am Wochenende, 3. und 4. September, zum fröhlichen Miteinander auf dem Historischen Markt in Obermarsberg. 

Gaukler, Händler, Handwerker und allerlei Gesindel tummelt sich am Wochenende, 3. und 4. September, zum fröhlichen Miteinander auf dem Historischen Markt in Obermarsberg. 

Die Kolpingsfamilie veranstaltet bereits zum zehnten Mal dieses mittelalterliche Spektakel. Zum 1250-jährigen Jubiläum von Obermarsberg gibt es ein attraktives Programm mit Ausstellern aus der gesamten Bundesrepublik. Der historische Markt auf dem geschichtsträchtigen Boden der ehemaligen Eresburg und Sachsenfestung, hoch über dem Diemeltal, zwischen Nikolaikirche und dem einzigen erhaltenen Pranger Westfalens, lohnt sich als Ausflugsziel. Über 100 Stände, Aktionen und Attraktionen entführen die Besucher in die alte Zeit. Das Mittelalterliche Treiben zum „Anfassen“ mit vielen historischen Kostümen weckt die urige, raue Zeit zum Leben.

Die Historischen Schützen marschieren anlässlich des Marktes vom 31. August bis 2. September von Burgwald nach Obermarsberg. Sie versuchen auf der alten Wein- oder Wagenstraße, die von Frankfurt über Wetter, Frankenberg, Korbach, Marsberg, Paderborn bis nach Bremen führte, den Weg nachzuvollziehen, den Karl der Große im Jahre 772 zur Eroberung der Eresburg in Obermarsberg genommen hat. Zur Eröffnung des Marktes um 13 Uhr werden die Historischen Schützen vom Südtor her einmarschieren. Schirmherr MdB Dirk Wiese wird dann den Markt eröffnen.

Die Historischen Schützen, hier 2017 in Soest.
Die Historischen Schützen, hier 2017 in Soest. © Privat

Unterhalb der Nikolaikirche löscht die historische Feuerwehr mit ihrer Handdruckspritze. Ist das Spektakel gerade vorbei, kommt wieder Leben in das Lager der historischen Schützen gleich neben an. Etwas weiter stimmen die Straßenmusiker wieder ein Lied an, und der Schmied schlägt auf einem glühenden Eisen den Takt dazu. Und das, was Leib und Seele zusammenhält, kommt natürlich auch nicht zu kurz und nicht zu teuer: Reges Treiben herrscht am alten Backhaus. Es gibt Steinofenbrot von Bäcker Roman, Platenkuchen frisch aus dem Ofen, Waffeln, Spanferkel vom Grill und saftige Zwiebelsteaks. Weiter oben gibt es die „Würzige Irminsuler“ (Bratwürstchen) und bei der Bauernfamilie eine deftige Kartoffelsuppe. Beim Apotheker lockt Hochprozentiges, der Sturmius-Tropfen, und bei Gutenbergs Nachfolgern die Druckerschwärze.

Die Historische Feuerwehr im Einsatz.
Die Historische Feuerwehr im Einsatz. © Privat

Handwerker, Trödler, Krämer, Bauern, Musikanten und Gaukler sowie allerlei Gesinde präsentieren links und rechts der Eresburgstraße ein buntes Spectaculum. Neu dabei sind eine Böttcherei´und ein Senfmacher. Mit dabei sind wieder die Gruppen Castra Vita, eine Zeltstadt, die das Lagerleben des Mittelalters darstellt, die Sugamber der oberen Lenne mit Programmen wie „Spinnen und Weben“ sowie das Lager der historischen Schützen aus Obermarsberg; also ein Leben wie im Mittelalter – und vieles zum Mitmachen für Jung und Alt.

„Wir präsentieren eine tolle Festmeile in der Eresburgstraße“, so Marktleiter Detlev Steinhoff. Noch ein Tipp: An beiden Tagen ist das Museum der Stadt Marsberg in Obermarsberg geöffnet mit der Ausstellung „Mit Schwert und Kreuz – Karl der Große – Sachsen und die Eresburg“.

Die Einfahrten nach Obermarsberg sind an den Festtagen gesperrt. Ein kostenloser Buspendelverkehr wird ab dem Burghof-Center in Niedermarsberg und vom Sportplatz an der K 65 (Lülingshecke) eingerichtet.

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