Iron Maiden: Senjutsu

Düstere, kriegerische Metalwelt

Iron Maiden: Senjutsu
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Iron Maiden: Senjutsu

Der zähnefletschende Eddie auf dem Cover schwingt diesmal ein Samurai-Schwert. Das 17. Album der Heavy Metal-Ikonen Iron Maiden ist fernöstlich inspiriert. 

Der japanische Albumtitel „Senjutsu“ heißt übersetzt „Kriegskunst“ oder „Taktik und Strategie“. Wer an fernöstliche Kampfkünste denkt, dem kommt zunächst strenge Disziplin in den Sinn. Das passt zu den düsteren Songs des Doppelalbums, die viel Platz für ausufernde Instrumentalparts mit einigen kniffligen Passagen lassen. Die teils raffiniert konstruierten, vielschichtigen Strukturen, aufgepeppt mit den Soundspielereien von Produzent Kevin Shirley, zaubern die epische, geheimnisvolle Atmosphäre eines Fantasy-Films.

Dabei setzt die eiserne Jungfrau auf alte Stärken mit Spannungsaufbau, packenden Riffs und ausgetüftelten Gitarrensoli. Dave Murray und Adrian Smith feuern immer wieder präzise Salven mit leicht einprägsamen Melodien – gekrönt von Bruce Dickinsons markanter Stimme und einigen klasse Refrains („Writing On The Wall“). Einige Songs wirken etwas sperrig und langatmig, und der unsterbliche Hit offenbart sich nach dem ersten Anhören nicht. Doch, wer sich viel Zeit nimmt, wird belohnt: Neben den kompakten Adrenalinschub-Galoppern („Stratego“) entführen vor allem die über zehnminütigen Nummern von Kreativkopf Steve Harris in eine kriegerische Metal-Welt aus düsterer Melancholie und ausschweifender Fantasie („Hell On Earth“, „The Parchment“, „Death of Celts“).   

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