Reparieren, lernen und plauschen

Das Reparaturcafé der Bürgerhilfe Bad Arolsen ist nachhaltig und kreativ

Die Hobbyhandwerker im Reparaturcafé.
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Die Hobbyhandwerker im Reparaturcafé.

Das im vergangenen Jahr gestartete Projekt „Reparaturcafé“ der Bürgerhilfe Bad Arolsen soll 2022 wieder anlaufen. Als gutes Beispiel für gelebte Nachhaltigkeit.

Die Idee: Viele Menschen haben Lieblingsgegenstände, die defekt sind, die sie aber nicht einfach entsorgen oder wegwerfen wollen. Die nachhaltige und gesellige Lösung heißt: Reparatur der Geräte.

In vielen Fällen scheint es sich nicht zu lohnen, Kleingeräte, Kleinmöbel, Kleidung, Spielzeug oder Küchengeräte reparieren zu lassen. Sie wieder funktionsfähig zu machen, das ist die Grundidee des Reparaturcafés. „Reparieren ist gelebte Nachhaltigkeit, bringt Wissensaustausch und fördert die Kreativität“, sagt Jürgen Damm, Oberst a.D. und Erster Vorsitzender von „Wir für uns“, dem Verein Bürgerhilfe Bad Arolsen.

Der soziale Gedanke spielt eine große Rolle, denn das gemeinsame Reparieren wird mit dem Plausch bei Kaffee und Kuchen verbunden, das fördert die Geselligkeit der Vereinsmitglieder und ihrer Gäste. „Die Kultur der Reparatur kann Generationen zusammenführen. Viele können etwas, aber ihre Fähigkeiten liegen brach, weil sie von der Gesellschaft nicht mehr eingefordert, ja nicht mehr wertgeschätzt werden“, betont Damm. Das Reparaturcafé ist ein Treffpunkt für Mechaniker, Techniker, Künstler, Handwerker, Informatiker, Pädagogen und Menschen mit besonderen Fähigkeiten, die sich austauschen und für andere tätig werden wollen. Das wurde 2021 mehrfach im BAC-Theater umgesetzt. Bei jedem Treffen im Reparaturcafé wurden viele defekte Gegenstände wieder instandgesetzt und nutzbar gemacht, schon deshalb sei die Aktion ein voller Erfolg.

Coronabedingt musste das Reparaturcafé allerdings vorerst ausgesetzt werden. Martin Oberthür, der Verantwortliche für das Reparaturcafé in der Bürgerhilfe, hofft jedoch auf die zeitnahe Wiederaufnahme des Projekts im Jahr 2022 – wenn Corona es ermöglicht. Oberthür: „Die neuen Termine der Treffen werden dann rechtzeitig in der Presse bekanntgeben.“

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