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Sanitätshaus Friedhoff setzt auf funktionelle Elektrostimulation

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Von: Jonas Bremmer

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Über die Beinmanschetten findet die funktionelle Elektrostimulation statt, die dafür sorgt, dass beim Gehen das Becken kippt, das Knie gebeugt und der Fuß angehoben wird. Den Zeitpunkt des Impulses für fließende Bewegungen definiert Orthopädietechniker Christian Ziegler über ein Computerprogramm.
Über die Beinmanschetten findet die funktionelle Elektrostimulation statt, die dafür sorgt, dass beim Gehen das Becken kippt, das Knie gebeugt und der Fuß angehoben wird. Den Zeitpunkt des Impulses für fließende Bewegungen definiert Orthopädietechniker Christian Ziegler über ein Computerprogramm. © Jonas Bremmer

Das Sanitätshaus Friedhoff kann Menschen mit Nervenerkrankungen, Multipler Sklerose oder Unfallschäden helfen, die funktionelle Elektrostimulation (FES) von Bioness macht‘s möglich.

Bevor Dieter Lexa durch das Sanitätshaus Friedhoff mit dem System L300 Go von Bioness ausgestattet wurde, musste er sich jeden Schritt genau überlegen. Er leidet an einer Nervenkrankheit, die dafür sorgt, dass sein Fuß beim Gehen abkippt. Das neue System unterstützt ihn durch funktionelle Elektrostimulation (FES). „Das gibt mir Sicherheit. Gehen macht so wieder Spaß“, sagt Dieter Lexa.

Per FES können Nerven aktiviert werden, die das zentrale Nervensystem nicht mehr ansteuert. Der elektrische Impuls wird in seiner Intensität exakt auf den Patienten abgestimmt und erreicht den Peronäusnerv, der für die Fußhebung zuständig ist. Der Nerv gibt das Signal an die Muskeln im Unterschenkel weiter, die daraufhin den Fuß heben.

Seit rund einem Jahr befasst sich das Sanitätshaus Friedhoff mit dem FES-System von Bioness. Experte im Haus ist Orthopädietechniker Christian Ziegler. „Derzeit führen wir Tests durch und erstellen Videodokumentationen mit ca. 20 Kunden, die für das System vorgesehen sind“, sagt er. Das ist nötig, weil es schwierig ist, die Versorgung von der Krankenkasse genehmigen zu lassen. „Und das obwohl die Versorgung teilweise sogar günstiger ist als mit einer klassischen Orthese“, weiß Ziegler.

Trotz der Schwierigkeit, das System von der Krankenkasse bewilligen zu lassen, ist Ziegler von den Vorteilen der FES überzeugt. Das L300 Go ist keine Orthese im klassischen Sinn. Es gibt die fehlende Information an den Nerv weiter und unterstützt aktiv den Muskel. Dadurch wird der gesamte Bewegungsapparat aktiviert und der Körper kann den Bewegungsablauf sogar wieder erlernen.

Die FES bietet somit vor allem für Menschen mit Nervenerkrankungen oder Multipler Sklerose sowie bei Unfallpatienten viele Vorteile. Wie bei jeder Gesundheitsversorgung profitieren die Kunden des Sanitätshauses Friedhoff auch bei der Versorgung mit FES von der engen Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Therapeuten und Orthopädietechnikern sowie dem großen Einzugsgebiet, das sich je nach Auftrag auf mehr als 150 Kilometer erstreckt. Deshalb hat sich auch Dieter Lexa für das Sanitätshaus Friedhoff entschieden und hat die Anreise aus Dortmund auf sich genommen.

„Wenn man Vertrauen in ein Sanitätshaus und dessen Experten hat und die beste Versorgung möchte, sollte das kein Hinderungsgrund sein.“

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