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Dauerregen sorgt für Hochwasser im Frankenberger Land

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An der Eder neben der Uferstraße in Frankenberg war gestern unter anderem der Zugang zu diesem Ponton gesperrt.
An der Eder neben der Uferstraße in Frankenberg wurde unter anderem der Zugang zu diesem Ponton gesperrt. © Andrea Scholl

Hochwasser im Frankenberger Land: Die Eder ist in mehreren Orten über die Ufer getreten und hat die zweithöchste Meldestufe erreicht.

Frankenberger Land – Der Dauerregen der vergangenen Tage hat einige Flüsse und Bäche in der Region über die Ufer treten lassen. Am stärksten ist das Hochwasser aktuell an Eder und Lahn – beide Flüsse haben in einzelnen Bereichen die Meldestufe 2 von 3 erreicht. Nachdem der Regen am Freitag nachgelassen hat, soll es laut der Wettervorhersagen am Samstag neue ergiebige Regenfälle geben.

An der Messstation am Auhammer bei Battenberg hatte die Eder am Freitag, 13. Januar, die Meldestufe 1 überschritten, im weiteren Verlauf Richtung Edersee bei Schmittlotheim bereits Stufe 2 (265 cm), wie man auf der Internetseite des Hessischen Landesamtes für Naturschutz, Umwelt und Geologie (hlnug.de) nachlesen kann. Dort ist auch zu sehen, dass die Pegel der Eder und ihrer Nebenflüsse seit Donnerstag stark gestiegen sind. So hat zum Beispiel auch die Orke an der Messtation Dalwigksthal am Freitag ihre erste Meldestufe überschritten.

Die Eder war am Freitagmorgen wie hier bei Battenfeld in mehreren Orten über die Ufer getreten und bis zum Radweg (rechts im Bild) in die Aue hineingeflossen. Im Hintergrund sieht man oben mit gelber Fassade die Neuburg in Battenberg.
Die Eder war am Freitagmorgen wie hier bei Battenfeld in mehreren Orten über die Ufer getreten und bis zum Radweg (rechts im Bild) in die Aue hineingeflossen. Im Hintergrund sieht man oben mit gelber Fassade die Neuburg in Battenberg. © Jörg Paulus

Die Meldestufe 1 ist erreicht, sobald ein Gewässer randvoll ist und an einigen Stellen das Wasser bereits über das Ufer tritt. Die Meldestufe 2 entspricht laut HLNUG einem „größeren Hochwasser“, das ufernahe Grundstücke überflutet und vereinzelt Keller überlaufen lässt. Ab der Meldestufe 3 werden Ortschaften vom Hochwasser eingeschlossen, Straßen sind unpassierbar.

Eder ist über die Ufer getreten

Die Eder ist in ihrem Verlauf an mehreren Orten über die Ufer getreten – zum Beispiel in Battenfeld zwischen Sportplatz und Friedhof und in Frankenberg unter anderem auf der großen Wehrweide, wo der jährliche Viehmarkt stattfindet. Der Rad- und Fußgängerweg auf der Wehrweide dort wurde am Freitagvormittag aus Sicherheitsgründen gesperrt, sagte Swen Jäger vom städtischen Betriebshof, der die Lage vor Ort beobachtete.

Auf den Wehrweiden will die Stadt, wie berichtet, beider Gestaltung des Ederauenparks zum Hochwasserschutz gezielt für Überlaufflächen sorgen, ein naturnaher Bachlauf soll als Umgehungsrinne für Fische entstehen.

Große Wehrweide in Frankenberg unter Wasser: Von der neuen Brücke aus schaut Swen Jäger vom Betriebshof der Stadt nach der Hochwasserlage.
Große Wehrweide in Frankenberg unter Wasser: Von der neuen Brücke aus schaut Swen Jäger vom Betriebshof der Stadt nach der Hochwasserlage. © Martina Biedenbach

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) wird am Samstag gegen Nachmittag von Westen her weiterer Regen erwartet. Vor allem im hessischen Bergland sollen dabei innerhalb von zwölf Stunden zwischen 30 und 40 Liter Wasser pro Quadratmeter fallen. Auch für Sonntag und Montag erwartet der DWD Schauer, Schneeregen und Schnee. 

Das HLNUG geht daher davon aus, dass die Wasserstände nach einem kurzem Absinken am Freitag am Wochenende erneut ansteigen. Besonders betroffen seien wieder die Eder und die Lahn sowie die Fulda.

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