Marburger Amtsgericht spricht Urteil

48-Jähriger kauft in Kassel Kokain: Bewährungsstrafe von 15 Monaten

Marburg/Frankenberger Land. Wegen Beihilfe zum Handel mit Betäubungsmitteln sowie Weitergabe und Kauf von Drogen hat das Marburger Amtsgericht einen 48-Jährigen aus dem Frankenberger Land zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und drei Monaten verurteilt.

Nicht aufrecht gehalten werden konnte der Vorwurf, dass der Mann selbst gehandelt hat. Ursprünglich warf die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten vor, 2012 über einen Kurier in Kassel etwa 45 Gramm Kokain für den Weiterverkauf erworben zu haben. Selbst habe er für diesen Zweck mindestens vier Mal drei bis fünf Gramm geholt. Zudem, so der Vorwurf, habe er drei Mal an eine unbekannte Frau kleinere Mengen Marihuana veräußert.

Der 48-Jährige legte ein Geständnis ab, allerdings mit entscheidenden Einschränkungen. Es stimme, dass er einen Mann nach Kassel geschickt habe, nachdem er einen Kontakt mit dem Dealer vermittelt habe. Dieser habe den Stoff jedoch für sich haben wollen. Die kleineren Mengen Kokain habe er ausschließlich für den Eigenkonsum geholt. „Ich habe nie etwas verkauft“, beteuerte er am Dienstag vor Gericht. Auch das Cannabis habe er lediglich zum Selbstkostenpreis weitergegeben.

Der Kasseler Dealer sagte als Zeuge, er wisse nicht, für wen die 45 Gramm bestimmt gewesen seien. Auch ein Kriminalbeamter konnte nur den Hinweis geben, dass der Angeklagte in einem abgehörten Telefonat „ich schicke dir jemanden“ gesagt habe, woraus er schließe, dass das Kokain für ihn bestimmt sei.

Weitere Erkenntnisse gebe es nicht. In der Wohnung seien auch nur geringe Mengen Rauschgift gefunden worden. Und der Mann, bei dem das Kokain sichergestellt wurde, habe nichts gesagt. (kse)

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