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Gezähmtes Wildpferd - Ford Mustang Mach-E beschleunigt flüsternd flott

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Von: Achim Rosdorff

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Ford Mustang Mach-E hat ein rassiges, fließendes Design, dass an den klassischen Mustang erinnert.
Ford Mustang Mach-E hat ein rassiges, fließendes Design, dass an den klassischen Mustang erinnert. © Auto-Medienportal.Net/Frank Wald

Der Ford Mustang ist der wohl klassischste amerikanische Sportwagen. Doch Dynamik geht auch ohne brüllende V8-Motoren, der Mustang Mach-E fährt flüsternd flott.

Das Crossover-Modell ist ein erster Ausblick auf die elektrische Zukunft des US-Konzerns, von 2030 an sollen auch bei Ford ausschließlich vollelektrische Modelle angeboten werden. An den Sportwagen erinnert die coupéhafte Silhouette. Dabei wirkt der Crossover wuchtiger als er tatsächlich ist. Im Vergleich zum kompakten Focus ist er nur wenige Zentimeter länger.

Der Ford Mustang Mach-E gefällt mit sportlich eleganten Linien.
Der Ford Mustang Mach-E gefällt mit sportlich eleganten Linien. © Auto-Medienportal.Net/Frank Wald

Der Mustang Mach-E kommt mit Heck- und Allradantrieb und zwei Batteriegrößen (68 oder 88 kWh). Das bedeutet Reichweiten von 440 bis 610 Kilometern nach WLTP. Verbrenner- und Elektroversion verbindet ein sportlicher Antritt, denn das maximale Drehmoment (430 oder 580 Newtonmeter) greift direkt vom Start an in den Vortrieb ein und beschleunigt den bis zu zwei Tonnen wiegenden Crossover in weniger als sieben Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h.

Mit Temperament

Der Fünfsitzer besitzt zwei Abteile für das Gepäck. Während vorne ein „Frunk“ – die Kombination von Front und Trunk – 81 Liter misst, erreicht der Raum hinter der Heckklappe 402 Liter oder 1420 Liter, wenn die Rückbank nach vorn geklappt wird. Der Fahrer blickt dabei auf eine Instrumententafel, die sich auf die wichtigsten Informationen beschränkt. Mehr bietet der 15,5 Zoll große Zentralbildschirm, über den sich alle Einstellungen steuern lassen: Die drei Fahreinstellungen „zahm“, „aktiv“ und „temperamentvoll“ sowie die Möglichkeit, den Mustang allein mit dem Beschleunigungspedal zu dirigieren. In dieser Einstellung verzögert der Fünfsitzer automatisch, wenn der Fahrer den Fuß vom „Gas“ nimmt und speist die Energie in die Batterie zurück. Im Gegensatz zu anderen Modellen mit dieser Technik verschont der Mustang Fahrer und Passagiere mit allzu deutlichen Verzögerungen.

Das Interieur des Ford Mustang Mach-E mit riesig wirkendem 15.5-Zoll-Display.
Das Interieur des Ford Mustang Mach-E mit riesig wirkendem 15.5-Zoll-Display. © Auto-Medienportal.Net/Frank Wald

Der Mach-E fährt sich angenehm. In den Einstellungen „aktiv“ und „zahm“ herrscht eine angenehme Ruhe. Zur Unterhaltung trägt die serienmäßige und klangstarke Audioanlage von B & O bei. Erst bei höheren Geschwindigkeiten machen sich Windgeräusche bemerkbar, ohne lästig zu werden. Der Mustang rollt souverän und problemlos über die Fahrbahn und schluckt dabei die Defizite der Infrastruktur.

Die Fahrwerksabstimmung ist sehr komfortbetont, aus dem Wildpferd ist ein gezähmtes Dressurpferd geworden. Erst in der Einstellung „temperamentvoll“ kommt Sound in den Innenraum. Gleichzeitig wird der E-Mustang zu einem dynamischen Asphalt-Cowboy, der viel Fahrspaß vor allem auf kurvigen Landstraßen vermittelt. Die Höchstgeschwindigkeit ist bei 180 km/h erreicht.

Der Mustang Mach-E ist nicht nur ein Elektroauto, sondern auch eine Art Partner des Smartphones. Darüber lassen sich alle erdenklichen Funktionen programmieren. Über die Funktion „Ford Pass Remote Fahrzeugeinrichtung“ lässt sich der Elektro-Mustang den individuellen Vorlieben seines Besitzers entsprechend programmieren. Bei einer Leistung von 150 kW vergehen zehn Minuten, um 119 elektrische Kilometer zu tanken. Außerdem ist der Zugang zum Schnellladenetz von Ionity im ersten Jahr nach dem Kauf kostenlos. Die Ford-Kunden profitieren zudem von einem reduzierten Strompreis (31 Cent statt 79 Cent je kWh). Danach wird eine jährliche Gebühr fällig.

Für Leistungssport-Fans bringt Ford Ende des Jahres den Mustang Mach-E GT, der 358 kW (487 PS) leistet. ampnet/ww

Info

www.ford.de

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