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Der Kia Sportage fährt agil, ruhig, sicher und komfortabel

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Von: Achim Rosdorff

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Der neu gestaltete Kia Sportage kommt mit progressivem Front-Design.
Der neu gestaltete Kia Sportage kommt mit progressivem Front-Design. © Autoren-Union Mobilität/Frank Wald

Der neue Kia Sportage steht seit 29. Januar bei den Händlern. Der SUV beeindruckt mit progressivem Design und bietet innovative Technik. Hier ein Fahrbericht.

Rund 2,5 Millionen Exemplare ihres Kompakt-SUV haben die Koreaner seit dessen Debüt im Jahr 1993 weltweit verkauft, 750.000 davon in Europa. Grund genug, die fünfte Generation als exklusiv europäische Variante zu entwickeln.

Zum ersten Mal fährt der Europa-Sportage mit Plug-in-Hybrid-Antrieb. Außerdem gibt es den Tiguan-Konkurrenten mit Benzin- und Dieselmotoren. Es gibt nur noch den 1,6-Liter-Selbstzünder mit 136 PS (100 kW), inklusive SCR-Abgasreinigung und NOx-Speicherkatalysator. Im Zentrum steht der Turbobenziner gleichen Hubraums, den es mit einem 48-Volt-Startergenerator mild hybridisiert mit 150 PS (110 kW) oder 180 PS (132 kW), letzterer auch mit Allradantrieb, gibt. Darüber hinaus stellt der 1.6 T-GDI auch die Verbrenner-Komponente für die Elektro-Versionen, bei denen im Zusammenspiel mit einer 44,2-kW-E-Maschine und einer 1,49-kWh-Lithium-Ionen-Polymer-Batterie ein Hybridmodell mit einer Gesamtleistung von 230 PS (169 kW) entsteht. Der Sportage mit Stecker kombiniert den besagten Turbobenziner mit einem 66,9-kW-Elektromotor und 13,8-kWh-Akku zum Plug-in-Hybrid-Topmodell mit 265 PS (195 kW).

Schnittige Linien lassen den bulligen Kompakt-SUV zierlicher erscheinen.
Schnittige Linien lassen den bulligen Kompakt-SUV zierlicher erscheinen. © Autoren-Union Mobilität/Frank Wald

Schon ohne zusätzliche E-Maschine lässt der Benziner, der für die erste Ausfahrt in schicker GT-line-Version zur Verfügung stand, den Sportage in fast allen Situation gut aussehen. In die Gänge kommt die stärkere Version stets über ein wohldosiert schaltendes 7-Stufen-DCT-Doppelkupplungsgetriebe.

Die Einstiegsvariante und der Diesel starten serienmäßig mit einem 6-Gangschalter. Im alltäglichen Betrieb gefällt der Antrieb mit Laufruhe und unmerklicher Präsenz, ist immer da, wenn man ihn braucht, hält sich ansonsten dezent im Hintergrund. Vorausgesetzt, man bleibt im Normalmodus des „Drive Mode Select“. Im Modus „Sport“ nervt der Motor mit überflüssigem Drehzahlanstieg und akustischen Kapriolen. Ähnliches gilt beim beherzten Tritt aufs Gas, bei dem der Wagen im besten Fall in 8,8 Sekunden auf Tempo 100 sprintet. In unserem Fall waren es glatte neun, weil der voll variable Allradantrieb (2000 Euro) leicht einbremst.

Agil und sicher

Nicht zu meckern gibt es am Fahrverhalten, bei dessen Neuentwicklung Kia die Kritik am Vorgänger aufgegriffen hat. So rollt der Wagen satt und sicher ab, das Handling ist agil und die präzise Lenkung gibt ein gutes Feedback. In der von uns gefahrenen Topausführung „GT-line“ kommt dazu noch die serienmäßige elektronische Dämpferkontrolle, die Karosseriebewegungen und Lenkimpulse blitzschnell pariert und damit jedwedem Nicken und Wanken in Kurven entgegensteuert.

Der neu gestaltete Kia Sportage hat harmonische Proportionen.
Der neu gestaltete Kia Sportage hat harmonische Proportionen. © Autoren-Union Mobilität/Frank Wald

Noch aufregender als die technischen Spezifikationen und Fahreindrücke ist die Erscheinung. Vor allem das neue Frontdesign mit der schwarzen Kühlergrillgrafik über die gesamte Breite, flankiert von bumerangförmigen LED-Tagfahrleuchten und Matrix-LED-Scheinwerfern springt ins Auge.

Der Innenraum hinterlässt mit seinen hochwertig verarbeiteten Materialien und neuester Technik ebenfalls einen guten Eindruck. Auffälligstes Element – ab der zweithöchsten Ausstattung Spirit – ist ein gewölbtes Panoramadisplay mit zwei Bildschirmen.

Schickes Interieur der Ausstattung GT-line mit abgeflachtem Lederlenkrad.
Schickes Interieur der Ausstattung GT-line mit abgeflachtem Lederlenkrad. © Autoren-Union Mobilität/Frank Wald

Der linke Bildschirm ist ein volldigitales Kombiinstrument mit brillantem TFT-LCD-Display, dessen Hintergrund-Grafik während der Fahrt eine passend animierte imaginäre Landschaft inklusive Tageszeitwechsel anzeigt. Der rechte Bildschirm ist ein 12,3-Zoll-Touchscreen (ab Ausstattung Vision), der für Fahrer und Beifahrer zentrale Schnittstelle zur Bedienung vielfältiger Funktionen wie Navigation, Audio und Infotainment ist. Software- und Karten-Updates kann der neue Sportage künftig auch drahtlos „Over the Air“ (OTA) empfangen.

Darunter gibt es eine Multi-Mode-Bedienleiste mit zwei Drehreglern und eine Reihe von Sensortasten, mit denen sowohl das Infotainmentsystem als auch die Klimaanlage gesteuert werden können.

Die schlank gestalteten Vordersitze sind komfortabel und tragen (ab Vison) an der Seite jeweils eine USB-C-Ladebuchse sowie an der Rückseite zu Kleiderbügeln geformte Kopfstützen. Obwohl mit 4,52 Meter Länge, 1,87 Meter Breite, 1,65 Meter Höhe und einem Radstand von 2,68 Meter Radstand in allen Dimensionen nur um nur wenige Zentimeter gestreckt ist das Raumangebot des SUV deutlich gewachsen. So verfügen die Hinterbänkler über mehr Bein- und Kopffreiheit und der Gepäckraum fasst je nach Antriebsvariante bis zu 591 Liter. Wird die dreigeteilte Rücksitzbank (40:20:40) umgeklappt, wächst das Gepäckraumvolumen auf bis zu 1780 Liter.

Der digitale Totwinkel-Assistent gehört zur umfangreichen Sicherheitsausstattung.
Der digitale Totwinkel-Assistent gehört zur umfangreichen Sicherheitsausstattung. © Autoren-Union Mobilität/Frank Wald

Bei den Assistenzsystemen ist der Frontkollisionswarner mit Abbiegefunktion und der Autobahnassistent neu. Zusammen mit dem intelligenten Tempomat kann das System auch registrierte Tempolimits miteinbeziehen und entsprechend automatisch anpassen.

Ebenfalls neu ist ein navigationsbasierter Tempomat, der mithilfe von Echtzeit-Navigationsdaten die vorgeschriebene Geschwindigkeit auf der Autobahn einstellt und sogar vor einer Kurve das Tempo frühzeitig reduziert, um danach das Fahrzeug wieder auf die eingestellte Reisegeschwindigkeit zu beschleunigen. Modellen (Hyundai, Genesis) bekannt ist der aktive Totwinkelassistent, bei dem je nach Blinkersetzung ein rückwärtiges Kamerabild im Kombidisplay erscheint.

Keine Frage, mit der fünften Sportage-Generation rangiert Kia im oberen Drittel des wettbewerbsreichsten SUV-Segments und auf Augenhöhe mit Platzhirschen wie VW Tiguan, Skoda Karoq oder Opel Grandland X.  

Die Preise für den neuen Sportage gehen ab 27.990 Euro los. Die Basisausstattung „Edition 7“ enthält schon 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, LED-Scheinwerfer Klimaanlage, Smartphone-Integration und ein dickes Sicherheitspaket. Noch mehr Komfort-Goodies gibt es bei der Ausstattung Vision mit Mild-Hybrid und 12.3.-Zoll-Touchscreen für 33.090 Euro. Wer auch ein gewölbtes Panoramadisplay, einen schwarzen Kühlergrill, 18-Zoll-Alus und eine elektrische Heckklappe haben möchte, muss mindestens 37.090 Euro für die Ausstattung Spirit zahlen. Am luxuriösesten ist die GT-line zum Preis ab 43.490 Euro mit elektronischen Dämpfern, abgeflachtem Lederlenkrad und Alu-Pedalerie, belüfteten Sitzen und 19-Zoll-Alurädern. ampnet/fw

Info

www.kia.com

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