Kreisverband: Geitz bleibt Vorsitzender

DGB Waldeck-Frankenberg fordert Investitionen in Infrastruktur

Der neue DGB-Kreisvorstand: (von links): Jörg Riepel (IG Bau), Vorsitzender Gerhard Geitz, Dennis Schindehütte (IG Metall), Jörg Becker (IG BCE) und Karin Lehmann (Verdi).
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Der neue DGB-Kreisvorstand: (von links): Jörg Riepel (IG Bau), Vorsitzender Gerhard Geitz, Dennis Schindehütte (IG Metall), Jörg Becker (IG BCE) und Karin Lehmann (Verdi).

Gerhard Geitz führt weiter den Kreisverband Waldeck-Frankenberg des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB). Die Vertreter der acht DGB-Gewerkschaften bestätigten den Hatzfelder einstimmig. Ebenfalls wiedergewählt wurde Jörg Becker aus Bad Arolsen als stellvertretender Vorsitzender.

Waldeck-Frankenberg – Wegen der Corona-Lage hatte der DGB-Kreisverband im Frühsommer auf eine Delegiertenkonferenz verzichtet und die Wahl des Vorsitzes dem neu zusammengesetzten Kreisvorstand übertragen.

Vom Ausgang der Wahlen zum Bundestag und des Landrats waren die Kreisvorstandsmitglieder überrascht, heißt es in der Pressemitteilung. Geitz: „Vom neuen Bundestag und vom neuen Landrat erwarten wir, dass sie die solide wirtschaftliche Entwicklung der Region unterstützen und den Menschen ein gutes Einkommen ermöglichen. Massiv und klug in die Infrastruktur auf dem Land zu investieren für Gesundheitsversorgung, Bildung, digitale Netze und in den Verkehr, ist mehr denn je Aufgabe der Politik.“

Der DGB sehe, dass die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen der kommenden Jahre die Menschen in der Region fordern würden. Geitz: „Die anstehende sozial-ökologische Transformation kommt nicht schlagartig. Vielmehr können wir den Weg in eine klima- und sozialgerechte Gesellschaft schaffen, indem wir alle Menschen mitnehmen.“ Dazu brauche es erhebliche Investitionen des Staates, verbunden mit einer gerechten Steuerpolitik, finanzielle Unterstützung für geringe Einkommen und berufliche Weiterbildung. Die neue Bundesregierung, das Land und auch der Kreis hätten mehr als genug zu tun.

Geitz sei sich sicher, dass die DGB-Gewerkschaften auch in Zukunft für ihre Mitglieder gute Tarifverträge abschließen werden: „Aufgabe der Politik muss sein, uns dabei keine Steine in den Weg zu legen und dass mehr Beschäftigte die guten Tariflöhne erhalten.“ So sollten Kommunen ihre Aufträge nur an Firmen vergeben, die sich an Tarifverträge halten. Und im sozialen Bereich müssten Staat und Kommunen genug Geld zur Verfügung stellen, damit ausreichend Personal zu Tariflöhnen die Arbeit machen könne, die dem Allgemeinwohl diene.

Gegen Rassismus und rechte Hetze

Geitz warnt weiter davor, dass Rassismus und rechte Hetze viele Menschen und die Demokratie insgesamt gefährdeten. Die breite gesellschaftliche Mehrheit wehre sich gegen faschistische Meinungen, müsse jedoch weiter wachsam und aktiv sein. Geitz: „Wer in Waldeck-Frankenberg gegen den Auftritt rechtspopulistischer Parteien aufsteht, hat im DGB einen Verbündeten. Wir streiten weiter für eine offene Gesellschaft mit gleichen Rechten für alle.“  

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