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Anmut um Arkadien - Arolser Barockfestspiele entführen in Schäferidylle

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Von: Achim Rosdorff

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Veronika Winter in Aktion.
Veronika Winter in Aktion. © Thomas Kost

Bei den Arolser Barock-Festspielen vom 25. bis 29. Mai heißt es: „Auf nach Arkadien“. Im Hauptprogramm spielen Künstler aus Deutschland, Österreich und Spanien.

Arkadien – das ist das in der Barockzeit in Kunst und Musik oft zitierte Ideal der Schäferidylle, der freien Liebe ohne Standesbeschränkung und des vollkommenen Glücks inmitten schönster Natur, das auf den Topos der griechischen Mythologie zurückgeht.

Dorothee Oberlinger, die künstlerische Leiterin des Barockfestivals, zeigt beim Eröffnungskonzert ihr Können.
Dorothee Oberlinger, die künstlerische Leiterin des Barockfestivals, zeigt beim Eröffnungskonzert ihr Können. © Henning Ross

Die künstlerische Leiterin Dorothee Oberlinger präsentiert im Eröffnungskonzert zusammen mit dem brasilianischen Sopranisten-Star Bruno de Sá und ihrem Ensemble 1700 ein Programm mit Werken von Georg Friedrich Händel, Giovanni Bononcini oder Arcangelo Corelli, die Mitglieder des Geheimbunds der „Accademia Arcadia“ im barocken Rom waren.

Große Kunst und Verrücktheiten

Die preisgekrönte Barockgeigerin Alfia Bakieva lädt mit dem Blockflötisten Maximilian Volbers (Erster Preis Deutscher Musikwettbewerb 2021) zu barocken Verrücktheiten ein, die das friedliche Arkadien „aufmischen“.

Geigerin Alfia Bakieva lädt zu „barocken Verrücktheiten“.
Geigerin Alfia Bakieva lädt zu „barocken Verrücktheiten“. © Victor Marin Roman

Die junge Sopranistin Anna Herbst – selbst Schäferin – präsentiert ein frühbarockes Programm mit Arien von Barbara Strozzi und Claudio Monteverdi. Dirigent Hermann Max ist mit seinem „Kleinen Konzert“ mit den Blumenfreunden Händel und Telemann zu erleben. Gambist Fahmi Alqhai aus Sevilla präsentiert mit Accademia del Piacere „Echos aus Arcadia“ mit französischer Barockmusik.

Im Abschlusskonzert gehen Instrumente wie Chalumeaux, Traversflöte, Violine oder Gambe in Michael Dückers Ensemble Nuovo Aspetto in „Wiens Arkadien“ friedliche Freundschaften mit dem Countertenor Valer Sabadus ein.

Die Konzerte des musikalischen Hauptprogramms werden durch Kabarett, Führungen und mehr ergänzt. Zur Eröffnung am Mittwoch spielen das Parforcehorn-Bläsercorps Vöhl/Edersee und die Blaskapelle Garde-Grenadiere Altenbeken auf dem Hof des Residenzschlosses. „Waldecker Spurensuche“ ist im Residenzschloss Arolsen angesagt.

Beim „Nachtschwärmer“-Event is Spaß garantiert, denn die beliebte Kabarettistin Frieda Braun aus dem Sauerland rät zu: „Erst mal durchatmen“.

Am Samstagnachmittag spielt das Waldeckische Salonorchester Cappuccino im Garten des Welcome Hotels. Hinzu kommt die Ausstellung „Skulpturen der Goethezeit“ im Christian Daniel Rauch-Museum, die Stadtführungen von der Gilde 1719 und Führungen durch die Bibliothek Brehm.

Das „Künstler-Open-Air“ in der Schlossstraße mit verkaufsoffenem Sonntag gehört zu den unterhaltsamen Höhepunkten beim Barock-Festival in Bad Arolsen.
Das „Künstler-Open-Air“ in der Schlossstraße mit verkaufsoffenem Sonntag gehört zu den unterhaltsamen Höhepunkten beim Barock-Festival in Bad Arolsen. © Claudia Wagener/Touristik-Service Bad Arolsen

Der Barocksonntag, 29. Mai, von 11 bis 18 Uhr in der oberen Schloßstraße bietet ein „Künstler-Open-Air“ mit Livemusik, Essen und Trinken. An fast 30 Ständen gibt es viel zu entdecken aus Malerei, Fotografie, aber auch Schmuckdesign und Töpferei. Tipp: Um 13 Uhr öffnen die Geschäfte.      

Info

Tickets gibt es unter Tel. 05691 801-233 oder unter print@home-Ticket. Info: www.bad-arolsen.de

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