HNA-Serie „Was wurde aus ...?

Zwölf Hundewelpen in Ernsthausen sind jetzt schon groß

Hundeglück: Jenny und Lennis Klingelhöfer (rechts) aus Rosenthal haben viel Freude mit ihrem Border-Collie Aiko; links Hundezüchter Kai Müller mit Hundemama Nala.
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Hundeglück: Jenny und Lennis Klingelhöfer (rechts) aus Rosenthal haben viel Freude mit ihrem Border-Collie Aiko; links Hundezüchter Kai Müller mit Hundemama Nala.

„Was wurde aus ...?“ heißt unsere Serie zum Jahresrückblick, in der wir erzählen, was aus besonderen Themen und Menschen des Jahres geworden ist. Oder aus Hunden, wie im heutigen Serienteil.

Rosenthal/Ernsthausen – Border-Collie-Hündin Nala von Angelika Müller-Engel und Kai Müller aus Ernsthausen hatte im Juli zwölf Welpen in einem Wurf bekommen. Doppelt so viele wie üblich. Die fünf Hündinnen und sieben Rüden mussten nun versorgt werden. Für Hündin Nala allein eine Mammutaufgabe, die sie nur unter Gefährdung ihres eigenen Lebens hätte bewältigen können. Deshalb versorgten die Müllers die neugeborenen Hunde Tag und Nacht mit Zusatznahrung – so lange, bis sie selbst feste Nahrung zu sich nehmen konnten. Heute wiegen die „Kleinen“ schon 15 bis 17 Kilogramm und haben eine Risthöhe von 45 bis 55 Zentimetern.

Einen der Welpen, Aiko, hat Familie Klingelhöfer aus Rosenthal bekommen: Aiko hat nicht die typische schwarz-weiße Fellfärbung eines Border-Collies, sondern ist Zobel-Weiß. „Er ist ein so toller Hund, den wir sehr gern haben und mit dem wir sehr aktiv sind“, erzählt Jenny Klingelhöfer. Auch Sohn Lennis, der mit nach Ernsthausen gekommen ist, um auch Nala wieder einmal zu besuchen, freut sich über den Zuwachs in seinem Zuhause.

Jenny Klingelhöfer fährt wöchentlich mit Aiko, sofern dies unter Corona-Bedingungen möglich ist, zur Hundeschule in Gemünden. Dort erfährt sie, dass für Hunde ein Befehl nur aus einem Wort und einem Handzeichen besteht: „Sitz“ und gleichzeitig die Hand heben, bedeutet für den Hund, sich zu setzen. Sie berichtet von zwei bis drei Spaziergängen täglich, während derer viele kleine Trainingsaufgaben von Aiko absolviert werden: mit oder ohne Leine bei Fuß gehen, Apportieren und weitere Kommandos.

Im Sommer warteten zwölf hungrige Mäuler mehrmals täglich auf ihr Futter.

Auf dem Hof begleitet Aiko stets sein Herrchen Dirk. Er hütet die Hühner, die ihn auch manchmal in die Nase picken, doch das macht dem jungen Hund nichts aus, wie Lennis berichtet. Aiko wohnt in einer vollisolierten Hundehütte Marke Eigenbau, erzählt Jenny Klingelhöfer. Sein „Wohnzimmer“ befindet sich in einem abgetrennten Teil des ehemaligen Stallgebäudes des Bauernhofes. Er kann nach draußen gelangen, wann immer er möchte.

Angelika Müller-Engel erzählt, dass auch die anderen elf Welpen sehr nette und fürsorgliche Familien gefunden haben: Die neuen Lebensräume der jungen Hunde reichen von Frankenberg bis Bad Hersfeld, von Mardorf im Ebsdorfergrund bis nach Reinhardshagen bei Kassel. „Besonders schön ist, dass wir uns trotz der großen Entfernungen bereits im Frühherbst schon einmal mit fast allen neuen Besitzern mit ihren heranwachsenden Hunden treffen konnten“, erzählt sie. Und es werde telefoniert, um sich auszutauschen. Dabei gehe es mal um den Zahnwechsel der Hunde, um den Fellwechsel und die eine oder andere Erkrankung, erklärt die erfahrene Hundebesitzerin.

„Das war der erste und gleichzeitig letzte Wurf der Hündin“, sagt Kai Müller überzeugt. Der 12-Welpen-Wurf sei für die Nala sehr anstrengend gewesen – und auch für die Besitzer. Der hohe Zeitaufwand, das Füttern und Sauberhalten, den gesundheitlichen Zustand im Blick behalten, die Impfungen – und das alles Mal zwölf: Das sei schon „eine Hausnummer gewesen“, wie Müller betont. „Dennoch hat es uns sehr viel Spaß und Freude bereitet, wir haben interessante Menschen als neue Besitzer der Hunde kennengelernt. Und neue Bekanntschaften geschlossen. Alles sehr positive Aspekte.“

(Von Jutta Ochs)

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