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Diemelseer zeigen bei Aktionen Solidarität mit der Ukraine

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Solidarität zeigen in Zeiten des Krieges: Die Stormbrucher Brücke am Diemelsee wurde am Wochenende in den Farben Blau-Gelb der ukrainischen Nationalflagge angestrahlt.
Solidarität zeigen in Zeiten des Krieges: Die Stormbrucher Brücke am Diemelsee wurde am Wochenende in den Farben Blau-Gelb der ukrainischen Nationalflagge angestrahlt. ©  Sven Bloch

Als Zeichen der Solidarität hat die Gemeinde Diemelsee die Stormbrucher Brücke am Diemelsee in den Farben Blau-Gelb der ukrainischen Nationalflagge angestrahlt. Im Kloster Flechtdorf fand ein Friedensgebet statt.

Diemelsee – „Mit der Beleuchtung der Stormbrucher Brücke senden wir unsere Solidarität mit den Menschen in der Ukraine, aber auch mit den vielen Russinnen und Russen, die sich Frieden in Russland und in der Ukraine wünschen“, erklärte der Diemelseer Bürgermeister Volker Becker.

Die Anregung zu der Aktion hatte Sven Bloch aus Heringhausen gegeben. Die Gemeinde kam ihr sehr gerne nach. Sven Bloch berichtete, dass er zunächst nur sein Haus auf dem Berg am Diemelsee in den Farben der Ukraine anstrahlen wollte. „Die Rückmeldungen haben mich total überrascht und daher hatte ich die Idee, weitere Leute anzusprechen“, erklärte er. Bürgermeister Volker Becker sei sofort interessiert gewesen.

Zeichen für Solidarität und Freiheit setzen

„Es ist mein Beitrag, mit der unhaltbaren Situation umzugehen. Meine verstorbene Großmutter hatte eine Schwester in Dnepropetrovsk, sie ist mittlerweile verstorben, aber ihre Familie lebt noch dort. Leider kann ich sie zur Zeit nicht erreichen“, erläuterte Bloch. Er würde sich darüber freuen, wenn viele sich an der Aktion beteiligen, um ein Zeichen für Solidarität und Freiheit zu setzen. „Vielleicht schaffen wir es ja, dass auch der Georg Victor Turm in Korbach, die Skischanze in Willingen und viele Häuser im Landkreis in den Farben erstrahlen“, ist sein großer Wunsch. Am Samstag hat Sven Bloch mit dem Waldecker Bürgermeister Vollbrach gesprochen. Auch die Sperrmauer des Edersees wurde am Wochenende in den Farben der Ukraine angeleuchtet.

Friedensgebet im Kloster Flechtdorf

Unter dem Motto „Der Ohnmacht begegnen, aufstehen gegen die Gewalt des Krieges, ein Zeichen setzen für den Frieden“ veranstaltete die evangelische Kirchengemeinde Diemelsee am Freitagabend ein Friedensgebet in der Klosterkirche in Flechtdorf. Uli Fass-Gerold und Siegfried Stetter gedachten in der Begrüßung und im Fürbittengebet der Opfer des Krieges in der Ukraine. Pfarrer Jörg Schultze erinnerte mit dem Lied „Wind of Change“ an die hoffnungsvollen Zeiten, die es nach dem Kalten Krieg in Europa gegeben habe. Trauer über den begonnenen Krieg, Ängste über das, was nun kommen kann, scheinen diese Hoffnung nun zerstören zu wollen.

Uwe Lutz-Scholten gedachte der vielen Opfer der Kriege weltweit, die uns nun so nahe kommen und ermutigte dazu, sich nicht mit Gewalt dem Krieg entgegenzustellen, sondern Friedensstifter in dieser Welt zu sein und das Licht des Friedens, das nie auf dieser Welt verloschen sei, immer wieder neu anzuzünden und weiterzugeben. Die Kirchenglocken werden in der kommenden Woche jeden Mittag um 12 Uhr läuten, um der Opfer zu gedenken und für den Frieden zu beten. Das gemeinsame Friedensgebet im Kloster Flechtdorf findet bis Ostern jeden Freitag um 17.45 Uhr statt. (si/red)

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