DLRG wacht: Sicher an den Seen

Mit neuem Rettungsboot starten Wasserretter in Wachsaison am Edersee

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Start in die Wachsaison: Bernhard Simon, Dirk Sticher, Kai Klinger, Thorsten Klinger, Piet Klinger, Brigitte Schultze und Klaus Schultze (von links) an der Waldecker DLRG-Station.

Pünktlich zu Ferienbeginn hat die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) die Wachsaison an den heimischen Stauseen eröffnet.

Am Edersee sind die ehrenamtlichen Helfer der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft ab sofort die ganze Woche im Einsatz, an Diemel- und Twistesee an den Wochenenden.

Damit nehmen die drei Rettungsstationen am Edersee eine Sonderstellung unter den etwa 90 hessischen Stationen der DLRG ein. „Sie sind als einzige bis zum Abschluss der Wachsaison am 23. August rund um die Uhr besetzt“, berichtete Klaus Schultze, Leiter der Wasserrettung am Edersee.

In Waldeck – Sitz der Schulungsstätte Hessen-Nord – zogen die Helfer in Orange bereits vergangenes Wochenende ein, ebenso am Diemelsee. Gestern folgten offiziell die Stationen am Rehbach, im Fürstental und am Twistesee.

Die DLRG blickt auf ein erneut ereignisreiches Jahr zurück. „Glücklicherweise gab es keinen Todesfall“, so Schulze. Insgesamt wurden an Eder- und Twistesee 41 623 Wachstunden geleistet. Zahlen für den Diemelsee konnte Schultze nicht vorlegen. Die Rettungsstation in Heringhausen wird von einer Kooperation aus DLRG Marsberg, Johannitern und der Feuerwehr betreut.

Insgesamt rückten die Helfer an Eder- und Twistesee zu 203 Einsätzen aus. Dazu zählten unter anderem 75 Erste Hilfen aller Art, 58 technische Hilfeleistungen und 30 Kenterungen/Bergungen.

Großen Anklang fand laut Schultze wieder die DLRG-Serviceplakette für den Edersee. 466 Plaketten wurden ausgegeben. Mit den 18 Euro teuren Plaketten am Boot wird Skippern auf dem Edersee kostenfrei geholfen. Technische Hilfeleistungen etwa nach Kenterung oder Segelriss würden sonst je angefangene Stunde 110 Euro kosten.

Auf einen offiziellen Start der Wachsaison mit Vertretern von Kreis, Kommunen und dem DLRG-Landesverband verzichtete die DLRG angesichts der Coronakrise. „Unser Präsident hat vorgeschlagen, dass wir dieses Jahr vielleicht eine Saisonabschlussfeier machen könnten“, erklärte Klaus Schultze.

Ebenso nur verschoben wurde die Einweihung der komplett sanierten Rettungsstation im Rehbach, in die samt Steganlage rund 80 000 Euro investiert wurden. Die freiwilligen Helfer am Rehbach können sich in Kürze auch über ein neues Rettungsboot freuen. 36 000 Euro kostet so ein hochbordiges Boot mit 80 PS Außenbordmotor und Bugklappe, das der Besatzung mehr Sicherheit als die flacheren Boote und mehr Platz für die Rettungseinsätze bietet. Mit dieser Art Boote trägt die DLRG vor allem auch der Zunahme stärkerer Stürme Rechnung. Drei dieser Boote sind bereits in Waldeck und weitere zwei im Fürstental im Einsatz.

Der Leiter der Wasserrettung würdigte die Unterstützung der DLRG durch Kreis und Kommunen. Diese helfen nicht nur durch Investitionszuschüsse, sondern auch durch jährliche Zuschüsse zu den Betriebskosten der Stationen von je 7000 Euro. Schultze: „Eine Musterlösung – auch das gibt es in Hessen nicht überall.“

Coronabedingt hatte die DLRG auch den Betrieb der Schulungsstätte Hessen Nord eingestellt. Der soll laut Schultze langsam wieder aufgenommen werden. Eine entsprechende Nachricht des Landesverbandes traf vor wenigen Tagen ein.

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