Dodenau braute Bier wie früher - getrunken wird es erst am 8. November

Die erste Etappe des Brauens in Dodenau ist geschafft: Den nächsten halben Tag musste die Maische ständig gerührt werden, das machen hier (von links) Rolf Pasler und Dieter Womelsdorf, und Braumeister Ingo Sassmannshausen gibt weiteres Malz dazu. Foto:  Becker

Dodenau. „Ein kulinarischer Hochgenuss soll es werden", verspricht Braumeister Ingo Sassmannshausen: Nach über 100 Jahren versuchen sich die Dodenauer unter Anleitung von Sassmannshausen erstmals wieder am Bierbrauen.

Der Verein „825 Jahre Dodenau“ veranstaltete am Wochenende ein Brauereifest auf „Schulze’ Hof“. Freitagabend führte Manfred Glöser in die Geschichte des Bierbrauens in Dodenau ein und informierte allgemein über das Brauen und die Geschichte des Bieres.

Am Samstag konnte der Brauprozess im eigens eingerichteten Sudhaus besichtigt werden. Mehrere Stunden wurde die Maische in großen Kesseln erwärmt und dabei wie früher stetig gerührt. Heute wird vieles beim Bierbrauen nicht mehr von Hand erledigt.

Das Dodenauer Bier soll ein Weizendoppelbock werden. Dabei handelt es sich um ein Starkbier, das typischerweise 18 Prozent Stammwürze enthält. Wenn es fertig ist, soll der Alkoholgehalt bei etwa 8,4 Prozent liegen, erläuterte Sassmannshausen.

Bis zum Genuss des Bieres wird noch einige Zeit vergehen. Nach dem Abkühlen der Würze kam die Hefe hinzu und die Hauptgärung kann beginnen. Zuvor wurde sie nach Beddelhausen in die Brauerei „Luises Stuwwe“ gebracht. Beim Gärprozess muss die Würze nämlich gekühlt werden, da die Hefen sonst nicht richtig arbeiten oder sogar absterben. In Dodenau fehlt dazu die passende Ausrüstung.

Nach sieben bis acht Wochen kann das Dodenauer Bier getrunken werden. Dazu lädt der Verein „825 Jahre Dodenau“ für 8. November in die Mehrzweckhalle ein. Neben der Verkostung des Bieres zeigt das Amateurfilmteam einen Film über das Braufest. (jb)

Wie das Bierbrauen funktioniert, lesen Sie in der gedruckten Montagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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