Donny sät die Früchte

Bei der Aussaat von Bucheckern helfen Pferde tatkräftig mit

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Mensch und Tier bei der Arbeit: Förster Robert Schmidt sät mit Unterstützung eines belgischen Kaltblutpferdes Bucheckern in einem Staatswaldstück bei Gellershausen aus.

Louisendorf/Gellershausen. 200 Kilogramm Bucheckern werden mit Hilfe von Pferden in einem Wald bei Louisendorf und auf einer Staatswaldfläche nahe Gellershausen gesät.

Dadurch sollen sich neue Buchenbestände entwickeln.

Robert Schmidt gibt das Kommando und das belgische Kaltblutpferd namens „Donny“ setzt sich in Bewegung. Nach und nach rattern die Bucheckern durch die Öffnung eines kleinen Wagens, den Schmidt am Tier befestigst hat und den er mit den Händen steuert. „Heute bin ich Buchensäer“, sagt der junge Mann aus dem sächsischen Sohra, der sonst Förster ist. Seit längerer Zeit hat sich Schmidt auf das Buchensäen mit Hilfe von Pferden spezialisiert - und auf diese Art der Aussaat greift in diesen Tagen die Revierförsterei in Louisendorf um Revierleiter Jürgen Bachmann zurück.

„Wir säen die Bucheckern mit Unterstützung von Pferden aus, weil das schonender für den Wald ist. Mit Maschinen müssten wir großflächiger arbeiten“, sagt Bachmann, unter dessen Regie das Prozedere in einem Staatswaldstück nahe Gellershausen und auf einer Fläche bei Louisendorf derzeit läuft. Rund 200 Kilogramm Bucheckern werden dafür benötigt. Der Wagen, mit dem die Bucheckern ausgesät werden, ist so konzipiert, dass die Erde aufgerüttelt wird und die Früchte in die Furchen fallen. „In Gellershausen steht der Naturschutz im Mittelpunkt. Wir wollen dort im Zuge des Naturschutzgroßprojektes einen Buchen-Hutewald entstehen lassen. Die Lärchen-Bestände sollen kleiner werden.“

Im Waldstück bei Louisendorf dagegen, sollen die Buchen später wirtschaftlich genutzt werden - als Bau- oder Brennholz. „Wir haben in Louisendorf viele Fichten. Die Pferde kommen jetzt bei der Aussaat an Stellen, wo Maschinen nicht hinkommen. Insgesamt kann mit den Tieren sensibler gearbeitet werden“, sagt Jérôme Metz vom Forstamt Frankenberg.

In 100 bis 120 Jahren sollen neben Buchen und Fichten auch Douglasien und Weißtannen den Wald bei Louisendorf prägen. „Mit diesem Mischwald ist man mit Blick auf die Zukunft wirtschaftlich besser aufgestellt“, sagt Metz.

Wie die Forstamtsmitarbeiter zuvor an die Bucheckern gekommen sind und wer das Projekt finanziert, lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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