Historischer Erlebnisrundgang der Öffentlichkeit übergeben

Dorfpfad Münden „beispielgebend“

Erlebnis – (von links) Conrad, Emil, Frieda und Ina, Designerin Birgit Silberg, Nina Kraushaar, Ortsvorsteherin Angela Scheuermann, Ordnungsamtsleiter Andre Gutmann, Ortsbeirätin Astrid Mitze, Regionalmanagerin Lisa Küpper, Kindergartenleiterin Christiane Steinmann-Bremeier, Metallbauer Lukas Straube, Katrin Borowksi und Bürgermeister Henning Scheele.
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Erlebnis – (von links) Conrad, Emil, Frieda und Ina, Designerin Birgit Silberg, Nina Kraushaar, Ortsvorsteherin Angela Scheuermann, Ordnungsamtsleiter Andre Gutmann, Ortsbeirätin Astrid Mitze, Regionalmanagerin Lisa Küpper, Kindergartenleiterin Christiane Steinmann-Bremeier, Metallbauer Lukas Straube, Katrin Borowksi und Bürgermeister Henning Scheele.

Der „Historische Rundgang“ durch Münden, der im vergangenen Jahr entstand, ist durch Erlebnisstationen bereichert worden: Während Ältere lesen, können Jüngere spielen – und gemeinsam haben sie Gelegenheit, Ratespiele zu lösen.

Lichtenfels-Münden – So wird der Rundgang durch den Ort für jede Generation zum kurzweiligen Erlebnis. Davon überzeugten sich Vertreter der Stadt, des Ortes und der „Region Kellerwald-Edersee“ (Kellerwaldverein) bei einem „historischen Erlebnisrundgang“.

Die Spiel- und Lernstationen, bei denen alle Sinne angesprochen werden, sind abgestimmt auf die jeweiligen Themen an den zwölf Stationen – so treten am alten Dorfrichterstein zum Beispiel die Grafen von Waldeck gegen die Fürsten aus Kurköln an. Am alten Gefrierhaus sorgt ein Wimmelbild für Unterhaltung, an der Kirche hängt ein Dendrophon, vor dem Kindergarten ist ein 3-D-Hüpfbild aufgemalt und am ehemaligen Pfarrhaus ist eine originelle Murmelbahn aus Melkutensilien aufgestellt.

Für die Lern- und Spielstation haben vor allem junge Mütter aus Münden viele Ideen beigetragen, erklärt Ortsvorsteherin Angela Scheuermann, die auch die Idee für den Historischen Erlebnisrundgang hatte. Ansprechend umgesetzt hat sie der Metallbauer Lukas Straube – aus Gründen der Nachhaltigkeit sind die meisten Stationen aus Edelstahl gefertigt, „das ist auch pflegeleichter als Holz“, sagt Ortsvorsteherin Scheuermann.

Eine Stunde dauert der Rundgang, der am Friedhof beginnt. Vorbei geht es am Sportplatz, einer Station des Lichtenfelser Panoramaweges, wo Vereine und Gruppen vorgestellt werden, dort ist ein Geschicklichkeits-Ballspiel aufgebaut. Weiter geht es über die Orke, wo früher Schafe vor der Schur gewaschen wurden. An dem zum FFH-Gebiet gehörenden Areal lenkt ein Natur-Memory die Aufmerksamkeit auf sich.

Zu den weiteren Stationen gehört das Haus Sonnenschein mit seinem außergewöhnlichen Fachwerk, das ehemalige Gasthaus Huneck sowie das einstige Mühlen- und Pumpenhaus. Von dort haben die Mündener früher Wasser geschöpft und mit Eimern und Joch hoch ins Dorf geschafft. Auch die Marienkirche und neben dem Pfarrhaus, das Gefrierhaus, die ehemalige Schule sowie das einstige Dorfgemeinschaftshaus, in dem früher Wäscherei und Heißmangel ihren Platz hatten, werden angelaufen.

Die Kosten für die Spielstationen liegen bei rund 13 300 Euro, aus dem Regionalbudget 2021 förderte es der Verein „Region Kellerwald-Edersee“ mit rund 10 600 Euro. „Das Projekt ist hervorragend gelungen, es ist identitätsstiftend und beispielgebend, es erzielt Breitenwirkung“, lobte Regionalmanagerin Lisa Küpper vom Verein „Region Kellerwald-Edersee“. Ortsvorsteherin Angela Scheuermann dankte „allen, die bei der Realisierung des Projekts geholfen haben. Es kommt gut an, stärkt die Identifikation der Mündener mit ihrem Ort – und das war eines unserer Ziele“.

Auch Bürgermeister Henning Scheele dankte allen Beteiligten, die ins Projekt eingebunden waren, und dem Kellerwaldverein für die Unterstützung. „Dass die Spiel- und Erlebnisstationen bei den Kindern gut ankommen, sieht man ja.“ (von Marianne Dämmer)

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