Durchgehende Linie führt über Gemünden – Haina profitiert

Neue Busverbindung Frankenberg-Kirchhain ohne Umsteigen

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Zwischen Frankenberg und Kirchhain wird eine durchgehende Busverbindung eingerichtet werden.

Frankenberg/Gemünden – Die neue Busverbindung Frankenberg-Kirchhain geht zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021 an den Start und führt über Gemünden. Dies bestätigte Sabine Herms, Sprecherin des Nordhessischen Verkehrsverbunds (NVV), auf HNA-Anfrage.

Die vorgesehene Linie haben der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und der Regionale Nahverkehrsverband (RNV) Marburg-Biedenkopf zusammen mit dem NVV gemeinsam entwickelt. Die beiden Landkreise und der Waldeck-Frankenberger Bus-Organisator EWF waren auch in die Planung miteinbezogen. Der Vertrag läuft über acht Jahre.

Herms: „Es war unser schon vor Jahren geäußerte Wunsch nach einer durchgehenden Busverbindung. Es werden nun die beiden bestehenden Linien MR-70 (Kirchhain – Gemünden) und NVV-570 (Gemünden – Frankenberg) verknüpft, die bisher an der Verbundgrenze in Gemünden geteilt waren.“ Außerdem werde die Gemeinde Haina/Kloster davon profitieren, des Weiteren werden Wohratal und Rauschenberg bedient.

Auf der durchgehenden Buslinie 570 wird laut NVV ab kommenden Dezember montags bis freitags ein Stundentakt bis in die späten Abendstunden auf der gesamten Achse angeboten, am Wochenende wird alle zwei bis drei Stunden gefahren.

Dabei sollen an den beiden Linien-Enden abgestimmte Eisenbahn-Anschlüsse gegeben sein: in Kirchhain an die Regional-Express-Züge nach Kassel und nach Frankfurt sowie in Frankenberg an die Kurhessenbahn nach Korbach. „Dadurch wird es für die von dieser Buslinie bedienten Orte sowohl einen überregionalen Anschluss geben wie auch einen innerhalb Waldeck-Frankenbergs bedeutsamen Anschluss an die Kreisstadt und an den Edersee“, unterstrich Sabine Herms.

Die Einrichtung dieser durchgehenden Busverbindung hängt mit anstehenden Ausschreibungen von Busleistungen im Landkreis Marburg-Biedenkopf zusammen. Herms: „Das ist immer ein besonders guter Zeitpunkt, um Veränderungen oder Anpassungen umzusetzen, aber auch neue Linien einzuführen. Es bietet die Möglichkeit, auf Pendlerströme, Ausweitungen in den Siedlungsbereichen von Kommunen oder neue Schulstandorte einzugehen.“

Eine direkte Busverbindung zwischen zwei Mittelzentren erreiche deutlich mehr Fahrgäste, da ein Umsteigezwang an der Verbundgrenze für viele Nutzer ein großes Hemmnis in der Nutzung des Öffentlichen Personennahverkehrs sei.

„Die vertaktete Verbindung und die abgestimmten Bahnanschlüsse sind ein gutes Angebot für Pendlerinnen und Pendler, aber auch für Studierende, für Auszubildende, die einen Betrieb im Nachbarkreis gefunden haben, und natürlich im Freizeitverkehr an allen Tagen im Jahr – wenn das nach Corona wieder möglich ist“, betonte die NVV-Sprecherin abschließend.

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