Stadthalle wurde 1988 gebaut

Ederberglandhalle in Frankenberg wird für sechs Millionen Euro saniert

 1988 erbaut, ist die Ederberglandhalle in Frankenberg inzwischen in die Jahre gekommen. Deshalb soll die Frankenberger Stadthalle ab Spätsommer für sechs Millionen Euro umfangreich saniert werden.
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1988 erbaut, ist die Ederberglandhalle in Frankenberg inzwischen in die Jahre gekommen. Deshalb soll die Frankenberger Stadthalle ab Spätsommer für sechs Millionen Euro umfangreich saniert werden.

Der Bauantrag ist gestellt, mit den Arbeiten soll Ende August/Anfang September begonnen werden: Für rund sechs Millionen Euro will die Stadt Frankenberg die 1988 erbaute Ederberglandhalle komplett sanieren.

„Wir wollen in unserem Mittelzentrum eine moderne Stadthalle bekommen. Sie soll den heutigen Anforderungen entsprechen, deshalb ist eine Sanierung dringend erforderlich“, sagte Bürgermeister Rüdiger Heß in der Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend in eben jener Ederberglandhalle. Er rechnet mit einer Bauzeit bis Herbst 2021. Die Halle kann während der Bauarbeiten nicht für Veranstaltungen oder ähnliches genutzt werden.

Alte Fenster, schlechte Akustik, fehlende Dämmung: „Die Ederberglandhalle ist noch auf dem Stand von vor 32 Jahren, die Halle ist vor allem energetisch überhaupt nicht mehr zeitgemäß“, berichtete der Bürgermeister. Seit der Einweihung habe es dort überhaupt keine Weiterentwicklung gegeben. In groben Zügen stellte er daher die anstehenden Sanierungsarbeiten vor.

„Im Zuge der energetischen Sanierung sollen die Fenster komplett ausgetauscht werden“, informierte Heß – dabei wolle man auch von der bisherigen grünen Farbgebung der Fenster wegkommen. „Die Fenster sollen künftig zum Gesamtbild der Ederberglandhalle passen“, sagte Heß. Der Farbton der Fenster solle daher passend zur Außenfassade in einem „matten Kupferton“ gestaltet werden.

Als „Pflicht“ für die Stadt bezeichnete der Bürgermeister insbesondere die komplette Erneuerung der Heizungs- und Lüftungsanlage, die Installierung einer neuen Brandmeldeanlage und die energetische Sanierung der Beleuchtung. „In der CO2-Problematik muss die Stadt als Vorbild vorangehen“, untermauerte Heß seine Worte. Und neben neuen akustischen Decken für alle Arten von Veranstaltungen, neuen Trennwandsystemen und einer neuen Dachdämmung solle auch die bisherige Empore abgerissen werden: „Die Empore ist nicht mehr zeitgemäß“, meinte Heß.

Weiterhin kündigte der Bürgermeister eine komplette Neugestaltung des Foyers mit Lounge, Bar und Garderobe an, eine moderne Licht- und Konferenztechnik und die Modernisierung der Sanitärbereiche. „Im Restaurant El Toro werden nur die Fenster ausgetauscht“, informierte Heß, zwischen dem Gastronomiebereich und der Ederberglandhalle solle es künftig eine klare Trennung geben. Die Bewirtung der Gäste in der Halle solle dann direkt über die Küche des El Toro erfolgen. Weiter nannte Heß die Schaffung von vier kleineren Versammlungsräumen, künftig werde es auch eine neue Behindertoilette geben. „Alles soll modern und klar gegliedert werden“, betonte der Bürgermeister.

Erste Corona-Sitzung

Für das Frankenberger Stadtparlament war es am Donnerstagabend die erste Sitzung seit dem 12. März, also auch die erste Sitzung mit den Beschränkungen durch die Corona-Pandemie. Die Abstands- und Hygieneregelungen wurden in der Versammlung strikt eingehalten. Es gab einen Eingang und einen Ausgang, jeder Abgeordnete hatte einen eigenen Tisch und nach jedem Redebeitrag wurde das Mikrofon frisch desinfiziert. Zuschauer durften die Sitzung nur von der Empore aus verfolgen.

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