Sichtbar an Sperrmauermodell und Bericher Hütte

Edersee-Atlantis bröckelt - und wird auch gezielt beschädigt

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Deutlich sichtbar ist diese frische Abbruchkante an der Krone des Sperrmauermodells: Kaum denkbar, dass sie zufällig entstand. 

Edersee. Scharen von Schaulustigen tummeln sich nach wie vor am Edersee, um die Überbleibsel der untergegangenen Dörfer zu bestaunen. Das Waldecker Atlantis zerfällt aber mehr und mehr.

Das größte Problem stellt die Tatenlosigkeit der Anrainerkommunen Edertal und Waldeck dar. Weder Verwaltungen noch Parlamente ringen sich zu einer konzertierten Aktion durch, das historische Erbe als touristischen Anziehungspunkt langfristig zu bewahren.

Die Bericher Hütte in ihrem steten, rasanten Verfall legt Zeugnis ab von der Untätigkeit der Gemeinde Edertal und der Stadt Waldeck mit all den dazugehörigen Gremien.

Das belegt bei jedem Auftauchen der Ruinen der Blick auf die Bericher Hütte. Sie bröckelt in rasendem Tempo und wird in einigen Jahren verschwunden sein, wenn niemand etwas gegen den Zerfall unternimmt.

Hinzu kommt, dass manche Besucher nach Belieben auf den Relikten herumklettern. Sporadische Kontrollgänge seitens der Kommunen richten wenig dagegen aus, gesteht Waldecks Bürgermeister Jörg Feldmann auf Anfrage ein. Schilder oder Absperrungen gibt es nicht.

Steine und Bruchstücke des Edersee-Atlantis als Trophäe

Obwohl die meisten Gäste aus eigenem Antrieb respektvoll Abstand halten und nur mit der Foto-Linse den geschichtlichen Resten hautnah kommen, fallen die Spuren weniger rücksichtsvoller Besucher vielfach ins Auge. Mancher Stein verschwindet als Souvenir und Trophäe in einer Tasche. Aktuell lösen frische Abbruchkanten am Sperrmauermodell Diskussionen und Appelle zur Zurückhaltung im Internet aus.

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