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Edertal, Lichtenfels, Waldeck und Vöhl: Bereits 50 Anträge online abrufbar

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Von: Marianne Dämmer

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Rund 50 Anträge können in den Rathäusern von Waldeck, Vöhl, Edertal und Lichtenfels bereits online gestellt werden, (von links) Digitalisierungsbeauftragter Christopher Hansen hat alles eingerichtet. Es freuen sich Erster Stadtrat Ingolf Ibing (Lichtenfels), Erster Beigeordneter Gerd Hartmann (Edertal), Bürgermeister Karsten Kalhöfer (Vöhl) und Bürgermeister Jürgen Vollbracht (Waldeck).
Rund 50 Anträge können in den Rathäusern von Waldeck, Vöhl, Edertal und Lichtenfels bereits online gestellt werden, (von links) Digitalisierungsbeauftragter Christopher Hansen hat alles eingerichtet. Es freuen sich Erster Stadtrat Ingolf Ibing (Lichtenfels), Erster Beigeordneter Gerd Hartmann (Edertal), Bürgermeister Karsten Kalhöfer (Vöhl) und Bürgermeister Jürgen Vollbracht (Waldeck). © Marianne Dämmer

Auf ihrem Weg zur digitalen Verwaltung sind Edertal, Lichtenfels, Vöhl und Waldeck ein gutes Stück weiter gekommen: Rund 50 Anträge können Bürgerinnen und Bürger bereits online stellen, erklärte Digitalisierungsbeauftragter Christopher Hansen bei einem Treffen mit Bürgermeistern und Vertretern der vier Kommunen.

Lichtenfels/Edertal/Vöhl/Waldeck – Die Städte und Gemeinden hatten sich vor mehr als einem Jahr zusammengeschlossen, um die Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) in enger interkommunaler Zusammenarbeit (IKZ) zu bewerkstelligen. Christopher Hansen von der Stadt Lichtenfels betrauten sie als Digitalisierungsbeauftragten mit der Leitung.

Ob nach Abteilungen wie in Waldeck oder nach Alphabet wie in Lichtenfels, Edertal und Vöhl – welche Dienstleistungen bereits online gestellt werden können, verrät ein Blick auf die Webseiten der vier Kommunen jeweils unter den Stichworten „Anträge online“ oder „Onlineportal“.

Von A wie Abfall bis W wie Wildschäden reicht das Portfolio bislang, die Liste wird stetig erweitert. Die Reihenfolge der Dienstleistungen, die bereits erstellt sind und noch dazu kommen, richtet sich nach der Vorarbeit der eKom21 – ein kommunales Unternehmen mit Sitz in Darmstadt, das Software speziell für Verwaltungen wie Gemeinden, Landkreise und Ministerien erstellt. Die eKom21 stellt die Grundprozesse zur Verfügung, die der Digitalisierungsbeauftragte Christopher Hansen dann jeweils auf die individuellen Bedürfnisse der vier Kommunen rechtskonform umschreibt.

Bis Ende des Jahres sollen laut Gesetz alle relevanten Leistungen der Kommunen online abrufbar sein, „das wird sich aber wahrscheinlich bis Mitte 2023 hinziehen“, sagt Hansen. Stehen für die Bürger alle relevanten Verfahren online, ist für die Verwaltungen die Umstellungsarbeit noch längst nicht getan. Hansen: „Wir müssen in den Verwaltungen dann noch eine komplette Digitalisierungskette aufbauen, die technische Arbeit im Hintergrund ist enorm. Bis alles durchgehend funktioniert und auch die Arbeit in den Verwaltungen erleichtert wird, werden noch einige Jahre vergehen. Auch Mitarbeiterschulungen sind nötig.“ Der Kooperationsvertrag zwischen den vier Kommunen läuft über einen Zeitraum von fünf Jahren und wird in dieser Phase vom Land Hessen auch mit knapp 465 000 Euro gefördert. Die Umstellung könnte intern aber noch deutlich länger dauern.

„Für die Bürger sind die Vorteile aber schnell greifbar“, unterstreicht Ingolf Ibing, Erster Stadtrat der Stadt Lichtenfels. „Es freut mich, dass wir schon so weit sind“, betont Waldecks Bürgermeister Jürgen Vollbracht und dankt ebenso wie der Vöhler Rathauschef Karsten Kalhöfer dem Digitalisierungsbeauftragten für seinen engagierten Einsatz.

„Der IKZ-Verbund hat sich als stimmig erwiesen“, stellen Kalhöfer, Ibing, Vollbracht und der Erste Beigeordnete der Gemeinde Edertal, Gerd Hartmann, unisono fest. Und wer die Online-Prozesse nicht abbilden kann: Der Antrag per Papier bleibt möglich. (Von Marianne Dämmer)

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