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Plus im Tourismus: Nach Corona wieder mehr Buchungen in Waldeck-Frankenberg

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Von: Julia Janzen

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Zwei Menschen auf einer Bank, daneben zwei Mountainbikes
Es geht aufwärts: Die Gemeinde Willingen ist in Sachen Tourismus fast wieder auf Vor-Corona-Niveau. © Tourist-Information Willingen

Touristiker in Waldeck-Frankenberg blicken optimistisch auf die kommenden Monate: Die Gemeinde Willingen hat im ersten Quartal fast wieder Vor-Krisen-Niveau erreicht. „Und die Buchungen für 2022 liegen deutlich über dem Vorjahr und zum Teil sogar schon auf Vor-Corona-Niveau“, sagt Klaus Dieter Brandstetter, Geschäftsführer des Touristik Service Waldeck-Ederbergland.

Waldeck-Frankenberg - 75 815 Gäste kamen und 204 706 Übernachtungen gab es in den ersten vier Monaten des Jahres in Willingen, teilt die Tourist-Info mit. Damit habe man fast wieder die Zahlen von der Zeit vor Corona erreicht. „Die Buchungslage für April und Mai, sowie die Nachfrage für die Sommermonate sind ebenfalls gut.“

Die „Handbremse ist aber leicht angezogen“, sagt Brandstetter. Dafür gebe es zwei Gründe: Den Ukraine-Krieg, der manche aus moralischen Aspekten vom Urlaub abhalte, und die Vorsicht aufgrund von Corona, die in bestimmten Zielgruppen eine Rolle spiele. Deshalb seien auch Campingplätze und Ferienwohnungen stark nachgefragt, da es dort leichter sei, Abstände zu wahren als in Hotels.

Hohe Benzinkosten könnten weniger Tagesausflügler bedeuten

Bei gutem Wetter kommen generell mehr Tagesausflügler in den Landkreis. Doch auch dabei gebe es laut Klaus Dieter Brandstetter eine Einschränkung: „Alles wird teurer, vor allem auch die Benzinkosten gehen nach oben.“ Früher seien oft zwei oder drei Ausflüge im Monat gemacht worden, das sei heute für viele finanziell nicht mehr möglich. Spannend werde es sein zu sehen, wie sich das von der Bundesregierung angekündigte Neun-Euro-Ticket auswirken werde.

„Die Ferienzeit ist jetzt schon sehr nachgefragt“, sagt Norbert Lopatta. oberster Touristiker in Willingen. Er rechnet auch mit dem Trend zu zunehmend spontaneren Buchungen. „Wenn das Wetter mitspielt, wird noch einiges kommen.“ Bislang sei das Jahr „gut angelaufen“, sagt Lopatta. „Wir werden womöglich noch nicht wieder das Niveau des sehr guten Jahres 2019 erreichen, aber wohl recht nah an die Million Übernachtungen heran kommen.“

Das sieht auch Klaus Dieter Brandstetter so. Man werde „sicher nicht“ die Zahlen von 2019 erreichen. Damals gab es 3,33 Millionen Übernachtungen. Auch deshalb, weil viele Einschränkungen weggefallen sind und der Trend zu Auslandsreisen wieder zunehme. Am Jahresende würden die Zahlen, so prognostiziert er, „zehn bis 15 Prozent“ unter den Werten von 2019 liegen. jj

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