Eindeutige Hinweise auf frei lebende Luchse im Kellerwald

Waldeck-Frankenberg. Nach den Worten von Matthias Eckel, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Frankenberg, gibt es "eindeutige Hinweise" auf Luchse im Nationalpark Kellerwald-Edersee.

Erhebliche Schäden beklagt der Hessische Bauernverband durch eingewanderte Wildtiere wie Biber oder Luchse. Von der Population her seien diese Tiere bei uns „undramatisch“, sagt Matthias Eckel, Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Frankenberg. Trotz anders lautender Aussagen glaubt Eckel nicht, dass ein Wolf im Landkreis aufgetaucht sei. Bei Gellershausen sollen 16 Lämmer am 2. August panisch vor einem Wolf geflüchtet sein.

Hinweise auf Biber, die „schon gewaltige Schäden anrichten können“, habe es „nur ganz vereinzelt“ gegeben, sagt Matthias Eckel. Probleme sieht der Geschäftsführer viel eher durch den Luchs. Von Seiten des Naturschutzes sei die Großkatze streng geschützt. „Wenn sich aber ein Luchs auf Schafe spezialisiert, dann gehört er weg“, sagt Eckel.

Während Biber und Wölfe in Waldeck-Frankenberg keine Rolle spielten, gebe es für den Luchs „eindeutige Hinweise“ im Burgwald und Kellerwald“. In Wiesenfeld sei es zu einem Übergriff auf eine Schafherde gekommen - obwohl man nicht zu 100 Prozent beweisen könne, dass ein Luchs verantwortlich sei.

Er habe nichts gegen einen Luchs, der „im Wildpark auf einem Baum sitzt und sich begaffen lässt“, so Eckel wörtlich. Er vermutet jedoch, dass Luchse auch illegal ausgesetzt werden. Der Leiter des Wildtierparks Edersee, Albert Hernold, widerspricht gegenüber der HNA entschieden, dass der Wildtierpark Luchse aussetze.

Bleiben die Waschbären, die in unserer Region allesamt auf zwei Paare zurückgehen, die 1934 am Edersee ausgesetzt wurden. Da sie keine natürlichen Feinde haben, vermehren sie sich wie die Kaninchen. „Das war ein Schuss ins Knie“, sagt Eckel über die Ansiedlung der Waschbären. Aktuell habe die Staupe - eine Viruserkrankung - die Waschbär-Bestände dezimiert.

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