Einsatz von weiteren Fahrzeugen wird geprüft

Volle Schulbusse: Landkreis Waldeck-Frankenberg sucht nach Lösungen

Ein Schulbus hält am Bad Arolser Schulzentrum in der Großen Allee: Maskenpflicht gilt auch in den Schulbussen. Das Abstandsgebot, das während des Unterrichts herrscht, lässt sich aber im Bus nicht einhalten.
+
Ein Schulbus hält am Bad Arolser Schulzentrum in der Großen Allee: Maskenpflicht gilt auch in den Schulbussen. Das Abstandsgebot, das während des Unterrichts herrscht, lässt sich aber im Bus nicht einhalten.

Der zwischenzeitliche Einsatz von weiteren Fahrzeugen wird in Waldeck-Frankenberg derzeit geprüft, um das Problem voller Schulbusse und der dort kaum einzuhaltenden Corona-Abstände zumindest zu mildern.

Waldeck-Frankenberg – Der Landkreis prüft derzeit gemeinsam mit den für die Schülerbeförderung beauftragten Organisationen, der Energie Waldeck-Frankenberg und dem Nordhessischen Verkehrsverbund, alle Möglichkeiten zu einer Verbesserung der aktuell schwierigen Situation.

Dazu zählt unter anderem auch der zwischenzeitliche Einsatz von weiteren Fahrzeugen. Dies teilte auf HNA-Anfrage Ann-Katrin Heimbuchner, Pressereferentin des Landkreises Waldeck-Frankenberg, mit.

Hintergrund: Angesichts voller Schulbusse und der dort kaum einzuhaltenden Corona-Abstände hatte der Landkreis in der vorigen Woche mitgeteilt, dass keine zusätzlichen Busse und vor allem keine Fahrer zur Verfügung stünden.

Darauf haben sich Busunternehmen bei unserer Zeitung gemeldet. Unter anderem Klaus England von Trümner-Reisen in Schiffelbach. „Es sind noch Busse und Fahrer da“, sagte er. Auch bei ihm auf dem Hof stünden zwei Busse, die er wegen der Corona-Krise vorübergehend abgemeldet habe und die für den Linien- und Schulbusverkehr geeignet seien.

Landrat Dr. Reinhard Kubat ruft in der Diskussion um die Schülerbeförderung dazu auf, dass alle Beteiligten zum Wohl der Schüler gemeinsam praktikable Lösungen finden müssten. Er sagt: „Dazu gehört jedoch auch die Optimierung des schulischen Unterrichtsbetriebs, auf die der Landkreis zwar keinen Einfluss hat, zu der wir das dafür zuständige Staatliche Schulamt und die Schulen aber bereits Anfang Mai aufgefordert und sogar Lösungsvorschläge unterbreitet haben. Ein an die Situation angepasster flexiblerer Unterrichtsbetrieb, versetzte Schulanfangszeiten und eine verbesserte Einsatzplanung des Personals sind weitere Stellschrauben, an denen gedreht werden muss.“

Im Interesse der Schüler müssten Schulamt, Schulen, Lehrer, Schüler, Eltern und alle für die Schülerbeförderung Verantwortlichen gemeinsam an einem Strang ziehen – „und nicht nur Lösungen von den jeweils anderen erwarten. Die Corona-Pandemie ist eine Herausforderung, die nur gemeinsam bewältigt werden kann“, unterstrich Landrat Dr. Reinhard Kubat.  jun

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.