„Tag der erneuerbaren Energien“ am 24. April

Strom in Korbach wird immer „grüner“

Fotovoltaik-Anlage an der Raiffeisenstraße in Korbach: Die Solarenergie macht den größten Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien in der Kreisstadt aus
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Fotovoltaik-Anlage an der Raiffeisenstraße in Korbach: Die Solarenergie macht den größten Anteil an Strom aus erneuerbaren Energien in der Kreisstadt aus.

Fast 900 Anlagen speisen mittlerweile Strom aus regenerativen Energien ins Korbacher Netz ein. Das ergibt sich aus den Daten der Energie Waldeck-Frankenberg für das Jahr 2019. Der bundesweite „Tag der erneuerbaren Energien“ rückt am 24. April das Thema „Energiewende“ in den Mittelpunkt.

Korbach – Erneuerbare Energien sind mittlerweile die zentrale Säule der Energiewende und mit einem Anteil von rund 46 Prozent Stromproduzent Nummer 1 in Deutschland. Den größten Anteil in der Kreisstadt hat die Fotovoltaik: 866 Anlagen – viele davon auf privaten Dächern –mit einer installierten Leistung von 18,5 Megawatt haben 2019 insgesamt 14 Gigawattstunden Strom erzeugt. Zum Vergleich: 2015 waren es noch 762 Anlagen mit knapp elf Megawatt installierter Leistung.

Fünf Biomasse-Kraftwerke mit einer installierten Leistung von 2,4 Megawatt sind für die zweitgrößte Strommenge verantwortlich: Sie haben 11,5 Gigawattstunden ins Netz eingespeist. Außerdem gibt es in Korbach noch drei Windkraftanlagen (3,5 Megawatt installierte Leistung, 4,9 Gigawattstunden in 2019) und zwei Wasserkraftwerke (0,02 Megawatt, 0,05 Gigawattstunden).

Auch kreisweit wächst die Bedeutung der erneuerbaren Energien: Im gesamten Landkreis Waldeck-Frankenberg waren mit Stand 2017 insgesamt 6669 Photovoltaikanlagen, 110 Windenergieanlagen, 48 Wasserkraftanlagen, 37 große Biomasseanlagen sowie zwei Klär-/Deponiegasanlagen an der heimischen Stromerzeugung beteiligt. Sie haben 51 Prozent des gesamten Strombedarfes regenerativ erzeugt. Das teilt der Landkreis zum „Tag der erneuerbaren Energien“ mit.

Anders sieht es im Wärmesektor aus, hier lag der Anteil der regenerativen Wärmeerzeugung laut Landkreis bei der letzten Erhebung im Jahr 2013 bei nur rund 15 Prozent. „Hier sollten in den nächsten Jahren anstatt der fossilen Brennstoffe Heizöl, Flüssiggas und Erdgas verstärkt die etablierten regenerativen Lösungen wie Wärmepumpen (Umweltwärme), Biomasseheizungen (Holzpellets, Hackschnitzel oder Festbrennstoffe) und/oder solare Heizungs- oder Brauchwasser unterstützenden Erzeuger genutzt werden“, so das Klimateam der Kreisverwaltung.

Aber auch neue Technologien wie Brennstoffzellen und Mikro-Kraft-Wärmekopplungsanlagen ermöglichen eine nachhaltige Wärmeerzeugung bei zeitgleicher Stromproduktion. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass die Förderung durch Zuschüsse und zinsgünstige Kredite für regenerative Wärmeerzeugungsanlagen „noch nie so attraktiv wie derzeit“ gewesen sei.

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