Gefeiert wird der Neubau wegen der Corona-Pandemie später

Erste Einsätze aus dem neuen Feuerwehrhaus Külte

Das neue Feuerwehrhaus in Külte mit drei Fahrzeuggaragen.
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Der Neubau des Feuerwehrhauses in Külte wurde mit enormen Eigenleistungen der heimischen Feuerwehrleute errichtet.

Die Freiwillige Feuerwehr Külte freut sich über den Einzug in das neue Feuerwehrgerätehaus am Stadtweg. Mehr Platz und mehr Sicherheit als am bisherigen Standort bietet das moderne Gebäude - nur müssen die Brandschützer wegen der Corona-Pandemie noch die Einweihungsfeier auf unbestimmte Zeit verschieben.

Volkmarsen-Külte - Der Umzug von der Ortsmitte in die neuen Gebäude ist schon vollzogen worden, der erste Einsatz ist auch schon gelaufen: Die Külter Feuerwehr war zur Ergänzung der Stützpunktfeuerwehr im Tagdienst zu einem vermeintlichen Balkonbrand nach Volkmarsen herbeigerufen worden. Am Einsatzort stellte sich glücklicherweise heraus, dass ein elektrischer Terrassenofen lodernde Feuer täuschend echt imitierte.

Ausgerüstet sind die Brandschützer mit einem Löschgruppenfahrzeug LF 10, das bis zu neun Feuerwehrleute und in einem Tank 1200 Liter Wasser aufnehmen kann. Ausgestattet ist das Auto auch mit der nötigen Ausrüstung zur Rettung von Unfallopfern aus verunglückten Fahrzeugen. Zudem verfügt die Feuerwehr Külte über einen Mannschaftswagen mit neun Sitzen.

Enorme Eigenleistungen erbracht

Da mit Kosten von 930.000 Euro veranschlagte Feuerwehrhaus ist von weitem schon in der Dämmerung zu erkennen durch eine blaue LED-Beleuchtung, die als Orientierung dient und durch die Glastore die Fahrzeuge sichtbar macht. Die finanzielle Unterstützung durch Vereine, allen voran der Heimatverein, und aus der Bürgerschaft ermöglichte nach den Worten von Wehrführer Christian Wachs einige Extras in dem neuen Feuerwehrhaus.

Die Eigenleistungen der Feuerwehrleute sind beachtlich und sollten laut Wachs auch bei einer Feier gewürdigt werden. Die veranschlagten 70.000 Euro haben die fleißigen und handwerklich versierten Kameraden deutlich übertroffen. So waren sie in größerem Umfang auch an Malerarbeiten, an der Gestaltung der Außenanlagen und an den Elektroarbeiten beteiligt.

Genug Platz für Schulungen

Der Gebäudekomplex am Stadtweg umfasst drei Garagen für die beiden Einsatzfahrzeuge und einen Geräteanhänger. Daneben entstehen Räume für die separate Unterbringung der Spinde für die persönliche Ausrüstung und getrennte Sanitäranlagen sowie für Zusammenkünfte und Ausbildung der 40 Männer und neun Frauen starken Einsatzabteilung, der zehn Jugendlichen und den zwölf Jungen und Mädchen der Kindergruppe. „Wir sind begeistert!“, bringt Wehrführer Christian Wachs es auf den Punkt.

Das neue Feuerwehrhaus wird vom Land mit einem Zuschuss von 162.300 Euro gefördert. Für die Finanzierung wird auch der Erlös aus dem inzwischen erfolgten Verkauf des Feuerwehrhauses und des angrenzenden Dorfgemeinschaftshauses genutzt. Das DGH ist zum Wohnhaus umfunktioniert worden, das Feuerwehrhaus dient nun zur Unterbringung der mobilen Küche des neuen Eigentümers.

Umzug unter Corona-Bedingungen

Der neue Besitzer hat sich auch nach den Worten von Wachs nachsichtig gezeigt, als sich die Fertigstellung von September auf Dezember verzögerte und erst am 5. Dezember der Umzug abgeschlossen werden konnte. Vorher konnten immerhin Schritt für Schritt Ausrüstungsgegenstände der Jugendwehr und Gegenstände der Kameradschaft, wie etwa Urkunden, Pokale und Bilder sowie historische Gerätschaften, transportiert werden.

„Alles unter den Hygienevorschriften zur Verhinderung von Infektionen mit dem Corona-Virus“, berichtet Wachs. So musste für das Einräumen der mit dem Logistikwagen der Volkmarser Kameraden transportierten Spinde durch jeden einzelnen Aktiven mehr Zeit eingeplant werden.

Einsatzbereitschaft ist sichergestellt

Auch wenn wegen der Pandemie schon seit längerem wieder Übungsabende flachfallen, so ist die Einsatzbereitschaft sichergestellt, stellt Wachs fest. Damit die Einsatzkräfte auf der Anfahrt vor Ansteckung geschützt werden können, stehen FFP 2-Masken für die Aktiven bereit. (Armin Haß)

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