20 Städte und Gemeinden aus Waldeck-Frankenberg und Marburg-Biedenkopf bei „Ländlich-e-mobil“ dabei

Kommunales Gemeinschaftsprojekt: Erste Erfahrungen mit Elektroautos sind positiv

Kleine E-Auto-Parade: Im Gemeinschaftsprojekt „Ländlich-e-mobil“ gab es einen Erfahrungsaustausch. Von links Karsten Kalhöfer (Bürgermeister Vöhl), Klimaschutzmanager Rainer Zollner, Claus Junghenn (Bürgermeister Allendorf/Eder), Initiator Lothar Koch (Bürgermeister Burgwald), hinten Sören Waßmuth (Hauptamt Stadt Battenberg), Frank Gleim (Bürgermeister Gemünden) und Simon Ullrich (Leiter Fachdienst Finanzen Stadt Frankenberg).
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Kleine E-Auto-Parade: Im Gemeinschaftsprojekt „Ländlich-e-mobil“ gab es einen Erfahrungsaustausch. Von links Karsten Kalhöfer (Bürgermeister Vöhl), Klimaschutzmanager Rainer Zollner, Claus Junghenn (Bürgermeister Allendorf/Eder), Initiator Lothar Koch (Bürgermeister Burgwald), hinten Sören Waßmuth (Hauptamt Stadt Battenberg), Frank Gleim (Bürgermeister Gemünden) und Simon Ullrich (Leiter Fachdienst Finanzen Stadt Frankenberg).

Was wurde aus ...?“ heißt unsere Serie, in der wir erzählen, was aus besonderen Themen und Menschen des Jahres 2020 geworden ist. Heute geht es um ein kommunales Gemeinschaftsprojekt zum Kauf von Elektroautos.

Waldeck-Frankenberg – „Ländlich-e-mobil“ ist der Titel eines Gemeinschaftsprojekts von 20 Städten und Gemeinden aus den beiden Landkreisen Waldeck-Frankenberg und Marburg-Biedenkopf. Auf Initiative von Burgwalds Bürgermeister Lothar Koch schaffen sie alle ein oder mehrere Elektrofahrzeuge für ihre Bauhöfe oder Verwaltungen an.

Insgesamt 27 Elektrofahrzeuge sollen laut Plan gekauft und 22 Ladestationen installiert werden. Gesamtwert: 750 000 Euro. Das Land Hessen unterstützt das umweltfreundliche Gemeinschaftsprojekt finanziell. Es gibt einen 40-prozentigen Zuschuss in Gesamthöhe von 311 000 Euro. Projekte für einzelne Fahrzeuge wären wegen des geringen Volumens nicht in den Genuss der Förderung gekommen, hieß es seinerzeit bei der Vorstellung des Projekts.

Ursprung des Projekts war ein lokales Vorhaben innerhalb der Gemeinde Burgwald. Es war Bürgermeister Lothar Kochs Idee, künftig den Strom von der Photovoltaikanlage der neuen Kindertagesstätte in Ernsthausen für ein Elektrofahrzeug nutzen zu wollen. Es sollte dem Hausmeister verschiedener Einrichtungen in dem Ortsteil zur Verfügung gestellt werden. Koch: „Der Strom ist vorhanden.“

Die Gemeinde könne als Vorbild vorangehen in Sachen Klimaschutz. Die Kinder der Kindertagesstätte könnten an ihrer Einrichtung erleben, wie das Auto geladen wird und so in Sachen Klimaschutz und regenerative Energie sensibilisiert werden, war Kochs Gedanke.

Schließlich nahm er Kontakt mit Amtskollegen auf. Die Idee eines Gemeinschaftsprojekts wurde geboren. Immer mehr Bürgermeister sagten zu. „Ländlich-e-mobil“ wurde in die Tat umgesetzt.

Inzwischen sind schon sehr viele der bestellten Elektroautos an die beteiligten Städte und Gemeinden ausgeliefert worden. Erste Erfahrungen innerhalb des jeweiligen Gebiets wurden gemacht. Schließlich fährt sich ein E-Gefährt anders als ein herkömmlicher Verbrenner.

„Die Umgewöhnung geht aber ganz schnell, es ist ein angenehmes Fahren in einem Elektroauto“, sagte beispielsweise Allendorfs Bürgermeister Claus Junghenn bei einem Treffen von Vertretern der am Gemeinschaftsprojekt beteiligten Kommunen in Burgwald vor wenigen Tagen. Sein Gemündener Amtskollege Frank Gleim bestätigte diese Einschätzung: „Es ist sehr entspannt.“

Alle Teilnehmer lobten ihre Elektrofahrzeuge. Den Initiator des Gemeinschaftsprojekts „Ländlich-e-mobil“, Burgwalds Bürgermeister Lothar Koch, macht die breit gefächerte Zustimmung stolz. „Ich hoffe, dass wir damit auch weitere Menschen motivieren, sich ein Elektrofahrzeug anzuschaffen“, sagte der Verwaltungschef.

Diese Kommunen machen mit

Aus dem Landkreis Waldeck-Frankenberg wollen folgende Kommunen ein oder mehrere Elektrofahrzeuge kaufen bzw. haben dies bereits getan: Allendorf/Eder, Burgwald, Edertal, Gemünden, Battenberg, Frankenberg, Volkmarsen, Bad Arolsen, Vöhl, Waldeck, Korbach und Rosenthal.

Aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf machen mit: Dautphetal, Wetter, Amöneburg, Rauschenberg, Breidenbach, Weimar, Fronhausen und Lohra.

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