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Erstes Signal für Reaktivierung der Ederseebahn und Oberen Edertalbahn

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Von: Lutz Benseler

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Kurhessenbahn im bahnhof frankenberg
Die Obere Edertalbahn und die Ederseebahn sollen reaktiviert werden. © Uwe Zucchi

Die Reaktivierung der Oberen Edertalbahn und der Ederseebahn ist das Ziel: Der Landkreis soll sich bei Bund und Land für Investitionen in diese Eisenbahnlinien einsetzen. Das haben Grüne, FDP und Freie Wähler in einem gemeinsamen Antrag gefordert.

Waldeck-Frankenberg – Der Kreistag hat sich am Donnerstag einvernehmlich auf eine weitere Beratung im Fachausschuss geeinigt – ein erstes positives Signal.

Der öffentliche Personennahverkehr werde in Zukunft noch wichtiger, auch angesichts steigender Energiepreise, erläuterte Daniel May (Grüne) den Antrag. Deshalb sei es sinnvoll, das Angebot auszubauen und nach der Bahnstrecke Korbach – Frankenberg zwei weitere Strecken im Landkreis zu reaktivieren. May: „Der Ausbau der Eisenbahn ist wichtig für den Klimaschutz und schafft neue attraktive Verkehrsangebote für die Menschen in unserer Region und für den Fremdverkehr.“

Vor allem für die Obere Edertalbahn von Frankenberg nach Battenberg sind aus Mays Sicht die Voraussetzungen gut: Hier sei die Infrastruktur noch vorhanden, das Obere Edertal könne so außerdem vom Güterverkehr erreicht werden. Bastian Belz (FDP) verwies in einer Pressemitteilung darauf, dass mit der Reaktivierung der Bahn ins Obere Edertal auch das Mittelzentrum Battenberg-Allendorf umsteigefrei ans Bahnnetz angeschlossen werden könne.

Schwieriger ist die Ausgangslage bei der Ederseebahn von Bad Wildungen nach Hemfurth: Hier seien die Schienen teilweise abgebaut worden, sagte May. Aber die „ohnehin attraktive Region“ könne durch die Anbindung an die Schiene noch attraktiver werden. Klaus Gier (Freie Wähler) verwies in einer Pressemitteilung darauf, dass die Reaktivierung der Bahnlinie zum Edersee einen direkten Anschluss an den ICE-Knotenpunkt und den Ballungsraum Kassel bringe.

Die Obere Edertalbahn sei bereits Gegenstand einer aktuellen Machbarkeitsstudie, erklärte Landrat Jürgen van der Horst. Diese solle in einer Kosten-Nutzen-Studie münden. „Am Ende wird es wieder ums Geld gehen, bis dahin ist ein kräftiges Votum des Kreistages hilfreich“, so der Landrat.

Noch nicht so weit sind laut van der Horst die Bemühungen um die Ederseebahn: Derzeit laufe eine Art „Vorprüfung“, um festzustellen, welches Potenzial die Bahnstrecke biete. Diese Vorprüfung könne eine Machbarkeitsstudie zur Folge haben, erklärte der Landrat.

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