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Festausschuss bereitet Jubiläum vor: Osterfeld wird 250 Jahre alt

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Die Mitglieder des Festausschusses „250 Jahre Osterfeld“: (sitzend von links) Sabrina Dornberger, Monika Sögtrop, Thomas Nowozenski und Manuela See. Stehend von links: Oliver Henry, Alexander See, Anita Lassek, Wolfgang Lassek, Matthias Waldhoff und Joachim Born. Es fehlen Gerhard Müller, Dieter Inacker, Karl-Heinz Schelberg und Michael Dornberger.
Die Mitglieder des Festausschusses „250 Jahre Osterfeld“: (sitzend von links) Sabrina Dornberger, Monika Sögtrop, Thomas Nowozenski und Manuela See. Stehend von links: Oliver Henry, Alexander See, Anita Lassek, Wolfgang Lassek, Matthias Waldhoff und Joachim Born. Es fehlen Gerhard Müller, Dieter Inacker, Karl-Heinz Schelberg und Michael Dornberger. © Erwin Strieder

Das kleine Walddorf Osterfeld möchte 2024 sein 250-jähriges Bestehen feiern. Im gleichen Jahr wird der Bürgerverein 25 Jahre alt. Das Lebenshaus blickt dann auf 30 Jahre christlicher Verein zurück.

Allendorf-Osterfeld – „Drei Gründe zum Feiern also“, sagte der langjährige Vorsitzende des Bürgervereins und frühere Ortsvorsteher, Wolfgang Lassek. Nach den Erfahrungen mit dem zweitägigen Schlittenhunderennen, einer Osterfelder Großveranstaltung anlässlich des Allendorfer 900 Jahre- Dorfjubiläums im Jahre 2007, schränkte Lassek ein: „Eine solche Größenordnung kriegen wir nicht gestemmt!“ Dafür habe der Bürgerverein zu wenige Aktive, auch wenn der Ortsbeirat des jüngsten Ortsteils der Industriegemeinde Unterstützung signalisiert habe.

Bei der ersten Sitzung eines Festausschusses legten Vertreter des Bürgervereins, des Ortsbeirats und des Lebenshauses das Programm vorläufig fest. Das Gremium plant vier oder auch fünf Veranstaltungen, verteilt über das ganze Jubiläumsjahr.

Vorläufiges Programm für das Jubiläumsjahr

Im Februar oder März soll ein historischer Abend mit Bilderrückblick stattfinden. Dabei geht es um die Geschichte des Dorfes selbst und die des Bürgervereins, der seit 1999 besteht.

Im gleichen Jahr wie Osterfeld wurde 1774 auch der heutige Bromskirchener Ortsteil Neuludwigsdorf gegründet. Deshalb soll es eine Sternwanderung geben, die in Osterfeld und in Neuludwigsdorf beginnt, und zur Wilhelmshütte im Haasenblick führt. Dort soll sich ein geselliges Beisammensein mit den „Pfützern“ anschließen. Die Osterfelder denken an einen Termin im Mai.

Am 20. Mai findet der traditionelle Freundestag des Lebenshauses statt, aber wohl in etwas größerer Form. Im Juli oder August soll ein Sommerfest mit Live-Musik stattfinden.

Laternenfest soll historischen Bezug nehmen

Ein „Laternenfest mit historischem Bezug“ wird für den Martinstag oder Nikolausabend angedacht. Der historische Bezug: 1952 wurde Osterfeld als letztes Dorf Hessens an das Stromnetz angeschlossen. Damals wurde eine alte Petroleumlampe symbolisch beerdigt. Geprüft werden soll, ob ein Osterfeuer stattfinden kann.

Folgende Mitglieder gehören dem Festausschuss an: Wolfgang und Anita Lassek, Oliver Henry, Alexander und Manuela See, Michael und Sabrina Dornberger, Joachim Born, Gerhard Müller, Karl-Heinz Schelberg, Monika Sögtrop, Dieter Inacker, Thomas Nowozenski und Matthias Waldhoff. (ed)

Osterfeld zählt heute 150 Einwohner

Im Jahr 1774 stellten drei Allendorfer Familien (Pauly, Bende und Wickenhöfer) den Antrag, in der Gemarkung „Osterfeld“ drei Wohnhäuser zu errichten. Das Vorhaben einer „Kolonie Osterfeld“ wurde von der Regierung in Darmstadt genehmigt, denn der neue Landgraf Ludwig IX. teilte nicht die Jagdleidenschaft seines Vorgängers und stand der Ansiedlung von Familien mitten in den wildreichen Wäldern nicht ablehnend gegenüber.

Bis 1823 wurden drei weitere Häuser gebaut. Im Jahre 1904 entstand das Forsthaus als bislang letztes von sieben Häusern. Alle weiteren Häuser entstanden nach dem Zweiten Weltkrieg. Ein Bauboom setzte nach 1990 ein. Heute hat Osterfeld etwa 150 Einwohner und bildet seit 2001 einen selbständigen Ortsteil von Allendorf/Eder. (ed)

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